Bünde/Kreis Herford So war der Monat April im Bünder Tierheim

Auch im April wurden wieder viele Vierbeiner in Obhut genommen. Otto, Feivel, Casimir und andere suchen ein neues Zuhause

Bünde/Kreis Herford. Im Tierheim Bünde-Ahle mussten schon wieder einige neue vierbeinige Sorgenkinder in Obhut genommen werden, schreiben die Tierschützer in ihrer Monatsbilanz. Einer dieser Fälle ist der Main-Coon-Kater Otto, der in einem erbarmungswürdigem Zustand ist. Otto wurde bis auf das Skelett abgemagert und mit völlig verfilztem Fell Ende April aufgefunden. Bei der Erstversorgung wurde festgestellt, dass er Untertemperatur hat - er wurde sofort unter die Wärmelampe gesetzt. Die inzwischen durchgeführte umfangreiche Blutuntersuchung ergab eine hochgradige Schilddrüsen-Überfunktion sowie erhöhte Leber- und Nierenwerte. Sein Gebiss ist ebenfalls dringend sanierungsbedürftig, aber sein derzeitiger Zustand lässt diese Maßnahme momentan nicht zu. Durch aufwendige medizinische Versorgung und entsprechende Pflege und Betreuung hat Otto gute Chancen, noch mal "auf die Beine" zu kommen. Inzwischen sind auch die ersten Katzenbabys eingetroffen. Sie sind rund zweieinhalb Wochen alt und wurden mutterlos in einem Garten gefunden. Ein Geschwisterchen war schon verstorben. Das Schicksal der Katzenmutter ist ungewiss. Die Kleinen werden jetzt liebevoll und sachkundig mit der Flasche aufgezogen. Der Schäferhund-Mischling Feivel wurde auf einem Firmengelände aufgegriffen. Leider meldete sich niemand, der den etwa zehn Monate jungen Rüden vermisste. Vermutlich waren seine Vorbesitzer mit dem agilen Junghund überfordert. Fest steht, dass er bis zur Aufnahme im Tierheim sehr wenig Erziehung genossen hat und sich deshalb zu einem regelrechten Rüpel entwickeln konnte. Feivel ist menschenbezogen, braucht aber hundeerfahrene Menschen, die ihn liebevoll-konsequent erziehen. Kater Casimir ist ein richtiger Kasper. Er wurde als Herforder Fundtier im Tierheim abgegeben. Casimir ist verspielt, stets gut gelaunt, sehr kreativ und immer zu Streichen aufgelegt. Die Tierpflegerinnen nennen ihn scherzhaft "Partylöwe". Für den 2016 geborenen Kater suchen die Tierschützer ein Zuhause in Wohnungshaltung als Gesellschafter für einen Artgenossen, der seine Aktivitäten toleriert. Alternativ kann er mit einem WG-Mitglied aus seiner Katzenstube in einen neuen Wirkungskreis umziehen. Weitere Infos: www.tierschutzverein-herford.de

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