Bünde Riesenporling macht Buche an der Hindenburgstraße den Garaus

Baum gefährdet Verkehrssicherheit: Ab heute wird damit begonnen, eine rund 150 Jahre alte Buche zu fällen, die von einem schädlichen Pilz befallen ist. Die Arbeiten werden am Samstag fortgesetzt

Björn Kenter

Satte drei Meter beträgt der Stammumfang der Blutbuche auf einem Privatgrundstück an der Hindenburgstraße. Auf rund 150 Jahre schätzen Fachleute das Alter des stattlichen Baumes. Dieser ist allerdings von einem Riesenporling befallen, einem wurzelzerstörenden Pilz, für den es keine Gegenmaßnahmen gibt. Daher ist die Standsicherheit der Buche nicht mehr gegeben. Da somit die Verkehrssicherheit auf dem Grundstück und der angrenzenden öffentlichen Verkehrsfläche nicht mehr gewährleistet ist, hat die Stadt Bünde der Besitzerin des Grundstücks die Genehmigung zur Fällung des Baumes erteilt. Heute werden die Experten vom Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen Nico Vogt damit beginnen, den Baum zu fällen. Die Arbeiten werden voraussichtlich zwei Tage andauern. "Der Baum wird von zwei Baumkletterern abgetragen und anschließend per Traktor und Ladekran abgetragen", erläutert Nico Vogt das Vorgehen. Zwar stellt die Baumschutzsatzung der Stadt Bünde Bäume mit einem Stammumfang von mehr als 80 Zentimetern unter Schutz, das heißt, sie dürfen nicht einfach gefällt werden. Paragraf sechs erlaubt jedoch die Fällung eines Baumes, wenn "der geschützte Baum krank ist und die Erhaltung auch unter Berücksichtigung des öffentlichen Interesses mit zumutbarem Aufwand nicht möglich ist". Laut der Satzung müssen für gefällte Bäume Ersatzpflanzungen vorgenommen werden. Diese bemessen sich nach dem Stammumfang des entfernten Baumes. Bei einem Umfang von mehr als 150 Zentimetern ist für jeden weiteren angefangenen Meter Stammumfang ein zusätzlicher Baum derselben oder einer gleichwertigen Art zu pflanzen, heißt es in Paragraf sieben der Satzung. Im Falle der Buche an der Hindenburgstraße müssten also drei Ersatzbäume gepflanzt werden. Ist eine Ersatzpflanzung nicht möglich, muss eine Ausgleichszahlung geleistet werden.

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