Ist im Moment noch nicht wirklich vorzeigbar: Der Minigolfplatz im Dustholz. Die Stadt wird noch den Zaun und die marode Hütte sanieren, dann kann die Saison beginnen. - © Foto: Björn Kenter
Ist im Moment noch nicht wirklich vorzeigbar: Der Minigolfplatz im Dustholz. Die Stadt wird noch den Zaun und die marode Hütte sanieren, dann kann die Saison beginnen. | © Foto: Björn Kenter

Bünde Grünes Licht für Minigolfplatz

Ennigloh-aktiv: Verein pachtet die Anlage im Dustholz für einen symbolischen Betrag. Bevor gespielt werden kann, investiert die Stadt 25.000 Euro, danach kann es losgehen

Stefan Boscher

Bünde. Noch ein paar Wochen müssen sich Minigolf-Freunde gedulden, dann kann auf der Anlage in Ennigloh wieder der Schläger geschwungen werden: Die Politik hat den Weg frei gemacht für den Verein Ennigloh-aktiv, der den Minigolfplatz in den nächsten Monaten betreiben wird – zunächst als Testphase. Der Pachtvertrag, mit dem die Stadt Bünde den Platz dem Verein überlässt, tritt am 1. April in Kraft. Bis dahin ist noch einiges zu tun – vor allem für die Stadt Bünde: Der Zaun, der die Anlage umgibt, wurde vor einigen Wochen von Unbekannten stark beschädigt (die NW berichtete), muss erneuert werden. Rund 7.000 Euro wird das kosten. Bevor Minigolf gespielt werden kann, muss auch die marode Holzhütte auf dem Platz saniert oder ausgetauscht werden. „Man kann hier ruhigen Gewissens niemanden reinlassen“, sagt Bündes Technischer Beigeordneter Andreas Siepenkothen. Und: Zu feucht, zuviel Schimmel. Ob die Hütte neu aufgebaut wird, ist allerdings noch unklar. Dafür würden Bauanträge benötigt und auch der Kreis Herford muss beteiligt werden. Das ist bis zum Saisonstart nicht zu schaffen. Alternativ könnte statt der Hütte ein ausrangierter Baucontainer auf dem Gelände platziert werden. Insgesamt nimmt die Stadt Bünde bis zu 25.000 Euro in die Hand, um den Platz bespielbar zu machen. Klar ist: Der Verein Ennigloh-aktiv betreibt den Minigolfplatz zunächst für eine Saison für eine symbolische Pacht von einem Euro. Auch die Einnahmen, die mit dem Verleih der Schläger und Bälle gemacht werden, kann der Verein behalten. Am Ende des Jahres will man sich erneut zusammensetzen und überlegen, ob eine dauerhafte Lösung möglich ist. Für den Verein ist klar, dass mindestens an den Wochenenden die Anlage im Dustholz geöffnet werden soll, genaue Zeiten sind nach Angaben des Vereinsvorsitzenden Thorsten Mailänder noch nicht klar. Auch für Feste oder Kindergeburtstage könnte der Minigolfplatz zur Verfügung stehen. Einstimmigkeit herrschte bei den im Rat vertretenen Parteien, die Minigolfanlage an Ennigloh-aktiv zu verpachten und auch darüber, dem Verein den Anfang möglichst leicht zu machen. So wurde ein Verbot aus dem Vertrag gestrichen, dass vor allem Horst Wibbeler (CDU) ein Dorn im Auge war. „Muss das sein?“, wollte er auf eine Formulierung bezogen wissen, nach der der Ausschank und Verkauf von Alkohol verboten gewesen wäre: „Ein Bier beim Minigolfspielen – ist das schlimm?“ Auch die SPD distanzierte sich von dem Verbot. Jetzt sind die Arbeiter an der Reihe, in wenigen Wochen kann dann die Wiedereröffnung der Minigolfanlage im Dustholz gefeiert werden.

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