Sollen für mehr Sicherheit sorgen: Wie am Bahnübergang Turnerstraße in Ennigloh sollen auch weitere Bahnübergänge gesichert werden. Damit wären sie dann auch auf den aktuellen Stand der Technik gebracht worden. Archiv - © Foto: Gerald Dunkel||
Sollen für mehr Sicherheit sorgen: Wie am Bahnübergang Turnerstraße in Ennigloh sollen auch weitere Bahnübergänge gesichert werden. Damit wären sie dann auch auf den aktuellen Stand der Technik gebracht worden. Archiv | © Foto: Gerald Dunkel||

Bünde Schranken für den Schnellweg

Verkehrsausschuss: Die Bahn will bis 2021 sechs Bahnübergänge erneuern, die in Bünde an den Strecken nach Osnabrück und Rahden liegen. Die Stadt Bünde muss einen Teil der Kosten tragen

Katharina Georgi
Stefan Boscher

Bünde. Drei Unfälle gab es in den vergangenen fünf Jahren am Bahnübergang Schnellweg. Zwei Mal gab es Verletzte, weil die Fahrzeuge mit dem Zug kollidierten. Deutlich sicherer dürfte der Bahnübergang mit der Umgestaltung im kommenden Jahr werden. Denn dann sind neue Halbschranken für die Stelle vorgesehen. "Das ist der aktuelle Stand der Technik", sagte der Technische Beigeordnete Andreas Siepenkothen in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses. Schon im Juli hatten Bahn und Stadtverwaltung angekündigt, in die Sicherheit an vier Bahnübergängen investieren zu wollen. Damals hieß es noch, dass mit dem Umbau 2019 begonnen werden soll. Die aktuellen Pläne sehen aber einen Arbeitsbeginn an den folgenden Übergängen für 2018 vor: Parkstraße Rangstdorfer Straße Schnellweg Rilkestraße An diesen vier Bahnübergängen warnt lediglich eine Ampel die Verkehrsteilnehmer vor einem nahenden Zug. Sie beginnt rot zu blinken, wenn sich eine Bahn nähert. Rechtlich ist das rote Blinklicht mit einer geschlossenen Schranke gleichzusetzen. Beides bedeutet, dass die Gleise nicht befahren werden dürfen. In der Praxis haben die nur durch ein rotes Blinklicht gesicherten Bahnübergänge jedoch ein erheblich höheres Gefahrenpotenzial, wie Unfallstatistik zeigt. Der Übergang Schnellweg zwar nicht als "Unfallhäufungsstelle", trotzdem könnten Unfälle vermieden werden. "Jeder Unfall an dieser Stelle ist ein Unfall zu viel", sagt Polizeisprecher Steven Haydon. Denn: "Die Unfallwirkung ist unter Beteiligung eines Zuges jedes Mal immens." Alles, was zur Verkehrssicherheit beitrage, könne die Polizei nur Unterstützen. Die vier Übergänge sollen nun zusätzlich mit einer Halbschranke gesichert werden, die sich automatisch schließt, wenn sich ein Zug nähert und so für deutlich mehr Sicherheit sorgt. Bisher hat es laut Verwaltung zwei Treffen mit der Bahn gegebenen, einer davon war ein Ortstermin. Ergeben hat sich schon jetzt, dass am Schnellweg künftig ein kombinierter Geh- und Radweg über die Gleise führen könnte. Die Fahrbahn hätte dann eine Breite von 6,50 Metern. Dafür muss die Stadt aber teilweise noch Land erwerben. Zukaufen muss die Stadt auch, wenn die Straße Bökelfeld an der Mündung in die Rilkestraße verlegt werden sollte, wie es die Pläne bislang vorsehen. Bis November 2017 wollen sich die beiden Parteien auf gemeinsame Pläne geeinigt haben. Festgehalten werden diese dann in einer so genannten Kreuzungsvereinbarung. Wie teuer der Kreuzungsumbau werden wird, steht derweil noch nicht fest. Die Stadt muss in jedem Fall Geld für die Arbeiten in den kommenden Haushalten einplanen. Siepenkothen schätzt, dass es sich um eine "sechsstellige Summe" handeln wird. Die Kosten werden in der Regel geteilt zwischen Bahn, Kommune und Bund. Laut Eisenbahnkreuzungsgesetz trägt jede Partei dann ein Drittel der Kosten. Die beiden Bahnübergänge an der Strecke nach Osnabrück werden erst einige Jahre später umgebaut: Der Bahnübergang Parkstraße ist für 2019 geplant. 2021 sollen die Arbeiten am Bahnübergang Uhlenbrockstraße beginnen.

realisiert durch evolver group