Amtsübergabe im Sonnenhaus: Der ehemaliger THW-Ortsbeauftragte Jörg Häbel (v. l.), Larsen Hills und Dorothee Schuster. - © Björn Kenter
Amtsübergabe im Sonnenhaus: Der ehemaliger THW-Ortsbeauftragte Jörg Häbel (v. l.), Larsen Hills und Dorothee Schuster. | © Björn Kenter

Bünde THW-Ortsverband Bünde hat nun auch offiziell eine neue Führungsspitze

Amtseinführung: Larsen Hills übernimmt das Amt des Ortsbeauftragten des Technischen Hilfswerks Bünde von Jörg Häbel

Björn Kenter

Bünde. Sie sind bereits seit einigen Monaten im Amt, doch seit Samstag stehen Larsen Hills und Dorothee Schuster auch offiziell an der Spitze des THW-Ortsverbandes Bünde. Vor rund 100 Gästen im Parkhotel Sonnenhaus, darunter neben THW-Mitgliedern auch Vertreter aus der Politik, der Feuerwehr und des DRK, erhielten Hills und Schuster im Rahmen einer Feierstunde aus den Händen des THW-Landesbeauftragten Ingo Schliwienski ihre Berufungsurkunden. Während Hills als Nachfolger des nach vier Jahren ausscheidenden Jörg Häbel die Position des Ortsbeauftragten übernimmt, fungiert Schuster als seine Stellvertreterin. Die 33-jährige Juristin engagiert sich seit 2003 beim THW und hatte zwischen 2006 und 2011 bereits das Amt der Stellvertretenden Ortsbeauftragten übernommen, es aus familiären Gründen aber abgegeben. Larsen Hills ist seit 1989 im THW dabei. Der 47-jährige Maschinenbautechniker im Vertrieb war unter anderem als Gruppenführer und Zugtruppenführer aktiv und agierte zuletzt als Stellvertretender Ortsbeauftragter. "Ich freue mich, dass mit Walter Fidorra, Hans-Martin Schuster und Jörg Häbel auch meine drei Vorgänger im Amt des THW-Ortsbeauftragten hier sind", sagte Hills in seiner Antrittsrede. Der neue Ortsbeauftragte betonte die Rolle der zahlreichen Helfer im Ortsverband Bünde, der auch für Kirchlengern, Rödinghausen und Spenge verantwortlich ist. "In diesem Jahr haben die Helfer im Ortsverband bereits 7.500 Dienststunden abgeleistet und waren unter anderem in der Flüchtlingshilfe und bei Hochwasser-Einsätzen dabei. Ohne ihr ehrenamtliches Engagement kann das THW nicht funktionieren." Auch die Jugendabteilung, die in zwei Jahren ihr 20-jähriges Bestehen feiert und die THW-Ehrengruppe der über 60-Jährigen seien wichtige Bestandteile. Seinen Dank richtete Larsen zudem an die Ehepartner und Lebensgefährten der Helfer. "Diese breite Akzeptanz in der Bevölkerung ist sehr wichtig, ich freue mich daher auf die Zusammenarbeit", so Hills. Ingo Schliwienski dankte Jörg Häbel für die hervorragende Arbeit als Ortsbeauftragter und würdigte das gut funktionierende System der Gefahrenabwehr in Deutschland, bei dem das THW eine entscheidende Rolle spiele. "Dieses hervorragende Niveau ist nur haltbar, wenn weiterhin in der Bevölkerung die Bereitschaft besteht, sich ehrenamtlich zu betätigen", unterstrich der NRW-Landesbeauftragte des THW. Hauptberuflich sei das nicht bezahlbar und nicht sinnvoll. "Ehrenamt und Professionalität sind hier aber kein Gegensatz." Berichte in den Medien unter anderem über den verhinderten Anschlag auf den Flughafen Berlin zeigten, wie real die Gefahr ist. "Da verblasst das Feuer in dem Umspannwerk in Hagen, obwohl auch hier 50.000 Menschen von einem Stromausfall betroffen waren. Es ist also durchaus wichtig, gewappnet zu sein", ergänzte Schliwienski.

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