Abschluss: Am Ende kamen die Besucher des 127. Minden-Ravensberg Missionsfestes am Kirchplatz der Laurentiuskirche zusammen. Das Bild zeigt nur einen kleinen Ausschnitt. Rund 4.000 Besucher sind extra in die Elsestadt gekommen. repro: Peter Heidbrink|| - © Peter Heidbrink
Abschluss: Am Ende kamen die Besucher des 127. Minden-Ravensberg Missionsfestes am Kirchplatz der Laurentiuskirche zusammen. Das Bild zeigt nur einen kleinen Ausschnitt. Rund 4.000 Besucher sind extra in die Elsestadt gekommen. repro: Peter Heidbrink|| | © Peter Heidbrink

Bünde Bünde vor 50 Jahren: Missionsfest in der Zigarrenstadt

4.000 Menschen aus allen Teilen des Minden-Ravensberger Landes verschlug es in die Elsestadt. Bünder Turner waren erfolgreich in Bielefeld

Peter Heidbrink

Bünde. Das 127. Minden-Ravensberger Missionsfest in Bünde war damals ein voller Erfolg,wie die Neue Westfälische in der 24. Kalenderwoche des Jahres 1968 berichtete. So verschlug es rund 4.000 Menschen aus allen Teilen des Minden-Ravensberger Landes in die Zigarrenstadt, um beim großen Jahrestreffen der Missionsfreunde dabei sein zu können. In allen Kirchen im Bünde Lande wurden damals von Pastoren und Missionaren Frühgottesdienste und Vorträge abgehalten. In der Pauluskirche hielt Superintendent Dr. Klaus von Stieglitz, Vorsitzender der Westfälsichen Missionskammer, damals eine Festrede. "Im Verlaufe seiner Ausführungen sagte er, dass einzelne heute auf theologischem Gebiet bemerkenswerte Leistungen vollbringen. Andererseits aber sei auch eine Müdigkeit unter den Gläubigen festzustellen. Die Christen müssten wieder zu einer betenden Christenheit werden mit mehr innerer Einkehr. Immer weniger Menschen besuchen die Gottesdienste und wirken als Laien zu wenig bekehrend", hieß es in dem damaligen Bericht. "Missionsdienst ist eine beglückende Arbeit" Darüber hinaus berichtete Stieglitz auch über seine Indienreise und stellte dabei heraus, dass es falsch sei, das Verhältnis zu Indien nur in karitativen Bemühungen zu sehen. Ferner berichteten drei Frauen in einer Frauenversammlung in der Pauluskirche über ihre Arbeit im Schul- und Missionsdienst sowie in der Krankenpflege. Die Arbeit in Indonesien, Hongkong oder Afrika sei nicht immer leicht. Letztlich kamen aber alle zu der gleichen Erkenntnis, die bei dieser Veranstaltung weitergetragen werden sollte: "Der Missionsdienst ist eine beglückende Arbeit, die jedoch den ganzen Menschen erfordert. Er ist eine Tätigkeit, die Erfüllung schenkt, und mit der Weitergabe des Evangeliums gewinnt auch der Gebende. Er erkennt, dass Gott über den Menschen steht, dass er als ein lebendiger Gott auch heute noch Wunder tut und dass er die Menschen, die sich ihm anvertrauen, fest und sicher, froh und frei zu machen vermag", so der Bericht weiter. Am Ende kamen alle Besucher des Missionsfestes auf dem Kirchplatz an der Laurentiuskirche zusammen, wo Oberkirchenrat Rudolf Schmidt, Bielefeld, der auch das Amt des Vizepräsidenten der Rheinischen Missionsgesellschaft innehatte, Schlussworte an die Teilnehmer richtete. "Seine Worte gipfelten in der Feststellung, dass die Welt christliches Handeln in jeder Form brauche", so die NW damals. Geräteturnier vom GaM erfolgreich Ferner wurde vor 50 Jahren auch über sportliche Erfolge berichtet. So konnten die Geräteturner des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in Bielefeld einen Sieg für sich verbuchen. Das Gymnasium nahm mit neun Turnern an einem Gerätevierkampf, zu dem 14 höhere Schulen aus dem Raum Minden, Bielefeld, Paderborn in der Halle des Bielefelder Ratsgymnasiums antraten, teil. "Die Bünder wurden in der Klasse II. mit ihrer ersten Mannschaft überlegen Sieger und mit der zweiten Mannschaft Vierte", schrieben die Berichterstatter damals. Wolfgang Hefke, der als Einzelturner am Kürvierkampf der Klasse I. teilnahm, wurde Zweiter. In der ersten Mannschaft turnten Lutz Pollner, Rolf Könenkamp, Volker Hornickel und Klaus Reichensperger. In der zweiten Mannschaft wurden Udo Sonnenberg, Werner Schürmann, Jürgen Reichensperger und Christian Zisollek aktiv. Lutz Pollner wurde in der Einzelwertung der Klasse II. Erster, gefolgt von Rolf Könenkamp auf dem zweiten Platz.

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