Vom Marktkauf an die Eschstraße: Das Geschäft Easy Living eröffnete erst kürzlich in der Fußgängerzone. Nur wenige Meter weiter sind weitere Umzüge geplant. Es gibt allerdings auch Schließungen. Fotos: Katharina Georgi|| - © Katharina Georgi
Vom Marktkauf an die Eschstraße: Das Geschäft Easy Living eröffnete erst kürzlich in der Fußgängerzone. Nur wenige Meter weiter sind weitere Umzüge geplant. Es gibt allerdings auch Schließungen. Fotos: Katharina Georgi|| | © Katharina Georgi

Bünde Stühlerücken in der Innenstadt

Stadtzentrum: In diesem Jahr wechseln viele Geschäfte an Esch- und Bahnhofstraße. Einige ziehen nur um, andere schließen ganz. Dafür kommen aber auch neue Geschäfte dazu

Katharina Georgi

Bünde. In diesem Frühjahr wechselt nicht nur die Natur ihr Antlitz, auch in der Fußgängerzone macht der Frühling vieles neu. Erste Vorzeichen gab es schon Ende des vergangenen Jahres. Im Spätsommer zog der Dekoladen "Das Isses" von Katrin Schulz von der Bahnhofstraße 6 an die Eschstraße 38. Knapp vier Monate später folgt ein weiteres Geschäft für Dekoration: In die Räume der Hussel-Filiale an der Eschstraße 25a zog "Easy Living". Das Geschäft von Nicole Große-Johannböcke war Anfang Februar vom Marktkauf-Areal an der Wilhelmstraße in die Fußgängerzone umgezogen. Die Süßwarenkette Hussel hatte mit der Filiale an der Eschstraße nach fast 40 Jahren den Standort in Bünde aufgegeben. Bis 2010 firmierte dort das Süße Kaufhaus, bevor es sich der Süßwarenkette mit Sitz in Hagen anschloss. Vor einigen Tagen hatte außerdem das Geschäft Street One an der Eschstraße 34 geschlossen. In die Räume soll die Filiale der Parfümerie Pieper ziehen, bislang beheimatet an der Eschstraße 32. Für deren alte Räume nebenan vom neuen Standort soll es ebenfalls schon Interessenten geben. Im Gespräch sind Filialen verschiedener Bekleidungsgeschäfte. »Die Eschstraße ist noch gefragt« Wer nicht dort einziehen will, steht jedenfalls schon fest: Der Inhaber der beiden Geschäfte Fashion- und Menstore hat Aufsteller vor die Türen der beiden Läden gestellt, die darauf hinweisen, dass man den jetzigen Standorten treu bleibt. Die Gerüchteküche hatte bislang anderes erzählt. Neu in die Stadt gezogen ist eine Filiale der niederländischen Dessous-Kette Hunkemöller. Ende Januar hatte das Geschäft in den ehemaligen Räumen von Apanage an der Ecke Esch- und Hangbaumstraße eröffnet. Am kommenden Samstag schließt außerdem die Filiale von Blumen Risse an der Eschstraße 21b. Das Unternehmen findet Bünde aber weiterhin als Standort attraktiv, sagt Lothar Arendt von der Unternehmensleitung. Man könne sich daher vorstellen, in die Stadt zurückzukehren. Ähnlich war es jüngst in Lünen gelaufen: Dorthin kehrt Blumen Risse mit einer Filiale nach drei Jahren zurück. Neu an die Bahnhofstraße in direkter Nachbarschaft zum Woolworth-Komplex soll im Herbst das Restaurant "Die Bank" mit einem Lounge-Bereich eröffnen, wie die NW exklusiv berichtete. Was aus dem großen Komplex selbst wird, ist derzeit noch nicht klar. Zuletzt hatten die Bemühungen rund um das Gelände des Investors, der Immobiliengesellschaft Amandla International, gestockt, weil es Gesprächsbedarf mit den so genannten Ankermietern gegeben habe. Seither ist es ruhig geblieben um die weiteren Pläne. »An der Bahnhofstraße sind einige gute Geschäfte« "Generell kann man erkennen, dass die Eschstraße immer noch gefragt ist", sagt dazu Georg Kruthoff, Geschäftsführer von Handel Bünde. Das unterstreicht auch eine große Kette wie Hunkemöller, die Bünde als attraktiven Standort bewertet. Obwohl ein Geschäft von der Bahnhof- an die Eschstraße gezogen ist, sei der Teil der Bahnhofstraße, der zur Fußgängerzone gehört, immer noch attraktiv. "Dort sind noch einige gute Geschäfte", schätzt Kruthoff die Situation ein und verweist beispielsweise auf das Traditionsgeschäft Pollner. Bewegung in einer Einkaufsstraße hält er außerdem für etwas Gutes: "Die Geschäfte machen etwas neues, das hält sie interessant."

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