Energiegeladen: Symbrid bei ihrem Auftritt in der Druckerei. - © Björn Kenter
Energiegeladen: Symbrid bei ihrem Auftritt in der Druckerei. | © Björn Kenter

Bünde/Bad Oeynhausen Symbrid lässt es krachen

Release-Party: Die Band mit zwei Musikern aus Bünde feiert die Veröffentlichung ihrer neuen CD "The Eclipse". Mit dabei sind auch Harpyie aus Bad Oeynhausen

Björn Kenter

Bünde/Bad Oeynhausen. Reichlich laute Musik gab es am Samstagabend in der Druckerei zu hören. Symbrid, eine bei Metalfans in der Region seit Jahren bekannte Band, präsentierte ihre dritte CD jetzt bei der Release-Party mit insgesamt drei Bands aus unterschiedlichen Stilrichtungen. Für einen würdigen Auftakt sorgten die Bad Oeynhausener Lokalheroen von Harpyie mit ihrem eingängigen Folk-Metal mit deutschen Texten. Das Quintett war kurzfristig eingesprungen, da die ursprünglich vorgesehenen Project Midnight ihren Auftritt krankheitsbedingt absagen mussten. Die Band um Frontmann Aello Freitag hatte erst vor wenigen Tagen eine dreiwöchige Deutschland-Tour mit Krayenzeit beendet und zeigte sich auf der Bühne in der Druckerei entsprechend gut in Form, zumal auch einige Fans der Band einen weiten Weg auf sich genommen hatten. "Wir sind eine Mitmachband, also seid nicht so ostwestfälisch", forderte Freitag in seinen launigen Ansagen das Publikum zum Mitmachen auf. Das tat ihm diesen Gefallen nur zu gerne und feierte bei Stücken wie "Rasputin", "Nemo" und dem abschließenden "Sturmvögel" lautstark mit. The Entire Past aus Gütersloh hatten beim Umbau mit einigen technischen Problemen zu kämpfen und mussten ihren Set etwas kürzen. Ihre Mischung aus Metal und melodischem Hardcore kam beim Publikum aber dennoch gut an. Begleitet von Nebelschwaden enterten Symbrid dann gegen 23 Uhr die Bühne und präsentierten mit dem dynamischen Opener "Dancing on your grave" gleich einen der stärksten Songs des neuen Albums. In den folgenden 75 Minuten war bei Sänger Philipp Simonsmeier, Bassist Jan Sieker, Gitarrist Christian Hoffmann und Schlagzeuger Jan Häseler jederzeit zu spüren, dass sie blendend eingespielt sind und richtig Bock hatten, die neuen Stücke mit Fans und Freunden der Band gemeinsam abzufeiern. Philipp Simonsmeier war stimmlich in bester Verfassung und demonstrierte als Frontmann eine enorme Bühnenpräsenz. Die Rhythmus-Sektion um Sieker und Häseler agierte fehlerlos, während Christian Hoffmann zeigte, dass eine Metalband auch mit nur einem Gitarristen auskommt. Neben dem kompletten neuen Album hatte das Quartett unter anderem mit "Steer Due North" auch einige ältere Stücke im Gepäck. In ihren Songs vermischen Symbrid auch auf der neuen CD gekonnt diverse Stilrichtungen, wie Metal, Alternative Rock und Progressive Rock, haben jedoch mittlerweile einen ganz eigenen Stil gefunden, der zuweilen an Bands wie Killswitch Engage, Bring me the horizon oder auch Linkin Park erinnerte. "Spaß auf, vor und hinter der Bühne", so hatte Jan Sieker im vergangenen Jahr seien Erwartungen an den Auftritt der Band beim NW-Bandwettbewerb "Goldene Else" umschrieben. Beim Abend in der Druckerei erfüllten Symbrid diese Vorgaben mühelos.

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