In der vergangenen Woche gab es auffällig viele Versuche, mit dem Enkeltrick ältere Menschen zu betrügen. - © Gerald Dunkel
In der vergangenen Woche gab es auffällig viele Versuche, mit dem Enkeltrick ältere Menschen zu betrügen. | © Gerald Dunkel

Kreis Herford Wenn der falsche Enkel Geld haben will

Polizei warnt: Betrüger suchen sich ihre Opfer nach dem Alphabet aus

Stefan Boscher

Kreis Herford. Aktuell findet im Kreis Herford eine Welle der Anrufe in der Betrugsmasche „Enkeltrick" statt. Betroffene Personen meldeten sich in den vergangenen Tagen bei der Polizei. Auffällig ist, dass besonders viele Opfer aus Bünde kommen. Die Polizei geht einer Mitteilung zufolge davon aus, dass die Betrüger nach dem Alphabet vorgehen. Die Nachnamen der angerufenen Senioren fangen nahezu sämtlich mit dem Buchstaben W an. „Die Täter gehen vermutlich rückwärts in den Datenbeständen oder dem Telefonbuch vor und wählen alt klingende Vornamen für ihre Straftaten aus", heißt es von den Ermittlern.. In einem Fall am Montag dieser Woche gelang es Unbekannten, einen höheren Geldbetrag von 16.000 Euro zu ergaunern. Die Legende des Anrufes ist in den bekannten Fällen immer gleich. Es ruft ein angeblicher Verwandter – meist ein Enkel – an, der eine größere Geldsumme braucht, in diesem Fall für einen günstigen Autokauf. „Die Angelegenheiten sind immer zeitkritisch. Das sollte den Angerufenen immer hellhörig werden lassen", so die Polizei. Die Gauner täuschten die Angerufenen und wollten unter anderem Beträge in Höhe von 50.000 und 30.000 Euro erhalten. Auffällig war zudem, dass die Täter wiederholt innerhalb weniger Minuten anriefen. Das Betrugs-Kommissariat der Herforder Polizei warnt vor dieser Masche und rät: „Gehen Sie nicht auf die Forderungen ein und legen Sie auf. Verständigen Sie dann die örtliche Polizei." Weitere Informationen von der Polizei gibt es hier.

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