Großes Angebot: Beim Flohmarkt des Kinderschutzbunds im Stadtgarten gab es immer alles rund ums Kind. Archivfoto: Dominique Reiz - © Dominique Reiz
Großes Angebot: Beim Flohmarkt des Kinderschutzbunds im Stadtgarten gab es immer alles rund ums Kind. Archivfoto: Dominique Reiz | © Dominique Reiz

Bünde Kinderschutzbund sucht neue Räume für Flohmarkt

Traditions-Veranstaltung: Flohmarkt im Stadtgarten im Februar fällt aus. Angebot rentiert sich für Betreiber Marcus Kaiser nicht. Er möchte die Stätte gerne an andere Veranstalter vermieten

Anne Webler

Bünde. Dem Kinderschutzbund steht der Stadtgarten für den Flohmarkt ab sofort nicht mehr zur Verfügung. Grund ist, dass sich der Flohmarkt für Stadtgarten-Betreiber Marcus Kaiser nicht rentiert und er den Saal gerne für andere Veranstaltungen vermieten möchte. Seit mehr als 15 Jahren veranstaltet der Kinderschutzbund (KSB) im Frühjahr und im Herbst im Foyer des Stadtgartens einen Flohmarkt für gebrauchte, gut erhaltene Bekleidung für Kinder, Baby- und Kleinkindzubehör, Spielsachen für drinnen und draußen und Umstandsmode. Der Flohmarkt ist weit über Bündes Grenzen hinaus bekannt und beliebt. "Die Nachfrage ist immer sehr hoch und bereits für den angedachten Termin im Februar angelaufen. Diesen müssen wir leider absagen", teilt der Kinderschutzbund mit. "Für 200 Euro bekomme ich das Haus nicht warm" Der KSB habe ihm für die drei Tage, die er das Foyer belege, einen symbolischen Betrag von 200 Euro gezahlt, sagt Marcus Kaiser, der den Stadtgarten seit 2014 betreibt. "Dafür bekomme ich das Haus aber nicht warm." Seine Kosten seien deutlich höher. Allein die Reinigung des 500 Quadratmeter großen Foyers koste mehr. Er habe den Kinderschutzbund gerne vier Jahre lang mit insgesamt acht Veranstaltungen unterstützt. "Aber das kann ich nicht aufrechterhalten." Andere Veranstaltungen seien in den drei Tagen nicht möglich. Der Flohmarkt biete nicht nur vielen Familien Gelegenheit, rund um das Kind zu fairen und günstigen Preisen einzukaufen, sondern sorge auch für Nachschub in der Kleiderkammer, die im Hause des Kinderschutzbunds immer Dienstagvormittag geöffnet sei, berichtet Martina Kmoch, die Vorstandsvorsitzende des Bünder Kinderschutzbunds. "Ein Großteil der nicht verkauften Kleidung wird gespendet, so dass große Mengen guter Ware zum Kinderschutzbund gebracht und an bedürftige Familien abgegeben werden." Mehr als 60 ehrenamtlich tätige Helfer unter der langjährigen Leitung von Elke Friebertshäuser sind mit der Organisation des Flohmarkts beschäftigt. 30 Prozent der Umsätze fließen in die Arbeit des KSB, sie bilden einen wichtigen Beitrag zu den benötigten finanziellen Mitteln des gemeinnützigen Vereins. "Das Flohmarktteam leistet eine Herkulesarbeit", lobt Kaiser. "Würden uns über Ideen und Vorschläge freuen" Nun sucht der Vorstand nach neuen Räumen, um den Flohmarkt weiterführen zu können. Wichtig seien Platz für das große Warenangebot und eingangsnahe Parkplätze zur Anlieferung und Abholung der Ware. Die Räume müssen mit Straßenschuhen betreten werden können und für Kinderwagen erreichbar sein. Bereits vorhandene Tische für die Waren wären von Vorteil, aber nicht Bedingung. "Über Ideen und Vorschläge würden wir uns freuen", sagt Martina Kmoch. "Wir hoffen auf eine breite Unterstützung der Bevölkerung. Vielleicht kann dann der Winterflohmarkt wieder stattfinden." Ideen und Vorschläge können unter dem Betreff "Flohmarkt" eingereicht werden unter Tel. (05223) 43 100 oder per E-Mail an info@kinderschutzbund-buende.de

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