Im gleichen Takt: Da?a Minarikova, Wolfgang Koch, Pavel Minarik, Bettina Marks und Dorit Bethke, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bünde - © Foto: Björn Kenter
Im gleichen Takt: Da?a Minarikova, Wolfgang Koch, Pavel Minarik, Bettina Marks und Dorit Bethke, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bünde | © Foto: Björn Kenter

Bünde Tanzen für Solidarität mit Frauen und Mädchen

One Billion Rising: Weltweite Aktion am 14. Februar auf dem Rathausplatz. Alle Bünder sind eingeladen, der gemeinsamen Choreographie zum Song "Breaking the Chain" zu folgen

Björn Kenter

Bünde. "One Billion Rising" (eine Milliarde erhebt sich) - so lautet der Titel einer weltweiten Kampagne für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen, die am Mittwoch, 14. Februar auch in Bünde ankommen wird. Dann sollen um 17 Uhr auf dem Vorplatz des Rathauses möglichst viele Menschen aus Bünde und Umgebung zur Hymne der Bewegung "Breaking the Chain" von Tena Clark tanzen und dabei einer gemeinsamen Choreographie folgen. Auf diese Weise demonstrieren die Teilnehmer ihre Solidarität mit der Kampagne. Die Idee zu der Aktion vor dem Bünder Rathaus stammt von Pavel Minarik, Tanzlehrer bei der Tanzsportgemeinschaft (TSG) Bünde. "Ich habe so etwas im vergangenen Jahr in Gütersloh betreut und bin erst dadurch auf die Bewegung aufmerksam geworden", so Minarik. "Da habe ich mir gedacht, das könnten wir auch in Bünde machen." Bürgermeister unterstützt das Vorhaben Tanzen sei eine der ganz wenigen Sportarten, bei der Frauen und Männer gleichberechtigt ein Team bilden. Unterstützung erhält Minarik von seiner Frau Dasa Minarikova, ebenfalls Tanzlehrerin bei der TSG Bünde, und dem Tanzhaus Marks. Bei Dorit Bethke, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Bünde, kam die Idee, diese weltweite Bewegung nach Bünde zu holen, sehr gut an. "Wir haben uns mit dem Arbeitskreis der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten 2012 und 2013 in Herford an der Aktion beteiligt. Daher habe ich mich sehr gefreut, als die TSG Bünde und das Tanzhaus Marks auf uns zugekommen sind", so Bethke. Psychische oder physische Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen sei leider immer noch ein Thema, auch wenn schon viel an die Öffentlichkeit gebracht worden sei. Auch Bürgermeister Wolfgang Koch unterstützt das Vorhaben. "Ich kannte diese Aktion bislang nicht, finde es aber gut, wenn wir in Bünde uns an dieser weltweiten Aktion beteiligen", so Koch. Die Choreographie des Tanzes sei sehr schnell zu erlernen, versichern die drei Tanzlehrer. "Da kann wirklich jeder mitmachen. Die Laufschritte und die Armbewegungen sind ein wenig an Zumba angelehnt, das ist praktisch "Learning by doing", ist Bettina Marks überzeugt. Durch das gemeinsame Tanzen gelange das Thema auch anders in die Köpfe. "Man setzt sich wirklich damit auseinander. Initiatorin der Bewegung, die von zahlreichen Prominenten und Schauspielern unterstützt wird, ist die New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler, die mit dem Buch "Die Vagina-Monologe" bekannt wurde. Die Milliarde steht für eine Statistik der Vereinten Nationen, nach der rund ein Drittel aller Frauen und Mädchen weltweit in ihrem Leben Opfer von Gewalt werden. Seit 2013 findet die Aktion weltweit immer am 14. Februar statt. Das Tanzhaus Marks und die TSG Bünde bieten im Februar kommenden Jahres drei kostenlose Trainingstermine an, um den Tanz einzustudieren. Der Auftakt ist am Sonntag, 4. Februar, um 11.30 Uhr im Tanzhaus Marks an der Borrriesstraße. Die weiteren Termine sind am Sonntag, 11. Februar, ab 11.30 Uhr, und am Dienstag, 13. Februar, um 18.30 Uhr bei der TSG Bünde, Stormstraße 29 in Dünne. Passendes Schuhwerk sollte mitgebracht werden.

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