Offiziell verliehen: Schulleiterin Bettina Wolff hält die neue Tafel. Links von ihr stehen Andrea Kleist und Wolfgang Diekmann von der Bezirksregierung. Rechts von ihr Lehrerin Gudrun Take (Grundschule Bustedt) sowie Süreyya Bonitz und Bianca Nadine Renaud von der "Eine-Welt-Schule" Minden. - © GERALD DUNKEL
Offiziell verliehen: Schulleiterin Bettina Wolff hält die neue Tafel. Links von ihr stehen Andrea Kleist und Wolfgang Diekmann von der Bezirksregierung. Rechts von ihr Lehrerin Gudrun Take (Grundschule Bustedt) sowie Süreyya Bonitz und Bianca Nadine Renaud von der "Eine-Welt-Schule" Minden. | © GERALD DUNKEL

Bünde Auf die Grundschule Bustedt schauen andere Schule

Auszeichnung: Die Bezirksregierung Detmold hat der Grundschule Bustedt offiziell das Prädikat verliehen

Gerald Dunkel

Bünde. Schüler individuell zu fördern, ist nicht erst seit Einführung der Inklusion ein Ziel pädagogischer Arbeit in Grund- und weiterführenden Schulen, aber seit der Inklusion und auch nicht zuletzt durch den Zustrom vieler Familien, die in Deutschland Zuflucht suchen, umso mehr. "Referenzschule für das Netzwerk Zukunftsschulen NRW", darf sich seit gestern offiziell die Grundschule Bustedt nennen. Eine zunächst nicht leicht zu fassende Bezeichnung, deren Ziele in einer Gesellschaft, in der Kinder und Jugendliche in Bezug auf ihr persönliches Potenzial immer unterschiedlicher werden, aber mehr und mehr an Bedeutung gewinnen. "Wer nur in seinem eigenen Saft schwimmt und nicht auch mal über den Tellerrand blickt, der kommt nicht weiter." So treffend umschreibt Bettina Wolff, Leiterin der Grundschule Bustedt, worum es geht. Für die Arbeit in der individuellen Förderung von Schülern gebe es zig unterschiedliche Konzepte. "Aber ich kann nicht einfach ein Konzept, das an einer anderen Schule vielleicht gut funktioniert, auf die eigene Schule anwenden. Das wird in aller Regel nicht funktionieren", so Wolff. Das Land NRW hat das "Netzwerk Zukunftsschulen" vor etwa vier Jahren ins Leben gerufen. Wichtigster Bestandteil auf dem Weg zum Ziel einer bestmöglichen Förderung von Schülern ist dabei die Kooperation von Schulen miteinander. "Als optimal hat sich hier erwiesen, wenn drei Schulen dabei zusammenarbeiten", sagt Wolfgang Diekmann von der Bezirksregierung Detmold. Die Grundschule Bustedt, die im Rahmen dieses Netzwerks bislang die einzige Grundschule im Kreis Herford mit dem Status "Referenzschule" ist, kooperiert hier schon mit der "Eine-Welt-Schule" in Minden. Ein dritte Schule im Bunde könnte sich hier also noch optimalerweise hinzugesellen. Dabei müsse es sich auch nicht zwingend um eine Grundschule handeln, so Bettina Wolff. Die Diagnostik, also die Erforschung der Gründe beispielsweise für Lernprobleme oder Auffälligkeiten im Sozialverhalten, und die individuelle Förderung von Schülern sind derzeit die Schwerpunkte der beiden Grundschulen. "Schulen, die sich daran beteiligen, bekommen von der Bezirksregierung Berater an die Hand", erklärt Andrea Kleist von der Bezirksregierung Detmold. "Die geben aber keine Richtung vor, nach dem Motto ,So geht das jetzt?, sondern stehen unterstützend an der Seite der Schulen." Mehr Informationen unter www.zukunftsschulen-nrw.de

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