Verabschiedet wurden aus dem TV-Vorstand Klaus-Peter Kühnpast (l.) und Inge Jerrentrup (r.). Im Amt bestätigt oder neu dabei sind – von links: Kerstin Herschel, Karl-Heinz Ellersieck, Dagmar Jarosch und Lutz Huxohl. - © FOTO: A. HEIM
Verabschiedet wurden aus dem TV-Vorstand Klaus-Peter Kühnpast (l.) und Inge Jerrentrup (r.). Im Amt bestätigt oder neu dabei sind – von links: Kerstin Herschel, Karl-Heinz Ellersieck, Dagmar Jarosch und Lutz Huxohl. | © FOTO: A. HEIM

Werther Tolle Erfolge und ein Schreck

TV Werther knackt in den ersten Monaten des Jahres die 2.200-Mitglieder-Grenze

Werther (Felix). Diese Schrecksekunde hätte sich Klaus Kusenberg sicherlich gerne erspart gehabt. Eigentlich wäre es ein reiner Routinevorgang gewesen. Der kurze Vortrag eines der Kassenprüfer, der Andreas Herschel ordnungsgemäße Buchführung bescheinigt. Die Beantragung der Entlastung. Kurzes Handzeichen. Gegenprobe. Alles gut. Allein: der eine Kassenprüfer war krank. Der Zweite im Urlaub. Und so unterblieb er zunächst - der Antrag auf Entlastung des Vorstandes.

Das Kuriosum - es sorgte am Donnerstag allenthalben für Erheiterung bei der jüngsten Jahreshauptversammlung des TV Werther. Die Lösung des "Problems" war schnell gefunden. Denn Dietmar Glänzel und Andreas Perk hatten schriftlich protokolliert, dass und wann sie die Kasse von Andreas Herschel geprüft und dabei alles für absolut in Ordnung befunden hatten.

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Dieses Schriftstück ging einmal im großen Sitzungssaal des Hauses Werther von Mitglied zu Mitglied. Dann wurde einstimmig Entlastung erteilt. Was die Finanzen anging, stand dies ohnehin außer Frage. Schließlich hatte Kassenwart Andreas Herschel zuvor von einem stolzen Plus im vergangenen Haushaltsjahr berichten können. Einen Bericht, den die 30 anwesenden Mitglieder gerne vernahmen.

Mit einem weinenden Auge hingegen verabschiedeten sie zwei langjährige Ehrenamtliche aus ihren Reihen. Nach elf Jahren im Vorstand nämlich schied Klaus-Peter Kühnpast aus dem Amt der 2. Schriftführers aus. Und auch Inge Jerrentrup, seit mehr als 20 Jahren Sozialwartin des Vereins, freut sich nun auf mehr Freizeit. Klaus Kusenberg bedankte sich für das langjährige Engagement und überreichte jedem der beiden ein kleines Abschiedsgeschenk.

Reibungslos gingen die anschließenden Neuwahlen vonstatten. 2. Vorsitzender Lutz Huxohl wurde ebenso in seinem Amt bestätigt wie 2. Kassiererin Kerstin Herschel und - in Abwesenheit - 2. Sportwartin Sylke Benndorf. Zum neuen 2. Schriftführer wurde einstimmig Karl- Heinz Ellersieck gewählt. Als neue Sozialwartin wird ab sofort die 45-jährige Dagmar Jarosch fungieren. Ebenfalls nichts einzuwenden hatten die Mitglieder gegen die weiteren 77 Neuzugänge, die dem Verein beigetreten sind.

Schloss der TV Werther zum Jahresende mit 2.155 Aktiven die Bilanz, so sind es inzwischen sogar 2.203 Sportler. Ebenso positiv wie die Entwicklung der Mitgliederzahlen gestaltete sich auch die Resonanz auf neue Angebote des TV Werther. So ist das Rollator-Walking sehr gut angekommen. Beim Volleyball für Kinder tummeln sich inzwischen 25 Acht- bis Zwölfjährige.

Sehr zufrieden blickte die Hauptversammlung auch auf die Radtouren und Wanderungen "Rund um Werther" zurück, freute sich über den guten Erfolg des Bierfestes und die Resonanz auf die Angebote, mit denen der Verein sich erneut im Rahmen der Ferienspiele beteiligt hatte.

180 Mädchen und Jungen haben zudem aktiv am Spielfest 2012 teilgenommen. Die Neuauflage steht bereits vor der Tür: am Sonntag, 10. März, in der Turnhalle der Gesamtschule.

Auf die Seniorenfahrt, so verkündete Reinhard Weinert vom Ältestenrat, wird man in 2013 allerdings wohl verzichten müssen. Zu gering sei die Beteiligung. Beteiligen möchte sich der Verein am Projekt "Sport für Hochaltrige", das der Deutsche Turner-Bund in Kooperation mit dem Deutschen Olympischen Sportbund ins Leben gerufen hat. Fünf Städte werden für das Modell ausgewählt.

Ein weiteres Novum: der TV kann ab sofort Aufwands-Spenden-Bescheinigungen für Ehrenamtler ausstellen. "Es gibt die Möglichkeit, dass der Verein seinen ehrenamtlich Tätigen bis zu 600 Euro pro Jahr für tatsächlich entstandene Kosten zahlt", führte Andreas Herschel aus.

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