Pfarrer Rolf Düfelmeyer hielt bei der Gedenkstunde auf dem jüdischen Friedhof eine Rede.
Pfarrer Rolf Düfelmeyer hielt bei der Gedenkstunde auf dem jüdischen Friedhof eine Rede.

Werther Auch in Werther starben Juden

Gedenkstunde an die Opfer der Shoah auf dem jüdischen Friedhof

Werther (BNO). Knapp 100 Personen gedachten gestern auf dem jüdischen Friedhof den Opfern des Holocaust. Mitglieder der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden, Vertreter der Stadt und politischer Parteien legten zu Erinnerung mehrere Kränze nieder.

Dass das Gedenken an die Millionen jüdischer Opfer, die durch Hunger und Krankheit gestorben, bei Vergasungen und Massenerschießungen ermordet worden sind, nicht abreißen darf, betonte Presbyteriumsmitglied Sigrid Ellerbrake bei der Begrüßung. Die Gedenkstunde wurde anlässlich der Reichspogromnacht am 9. November 1938 - bei der auch die Synagoge in Werther zerstört wurde - abgehalten. Antisemitische Übergriffe sind kein Relikt der "braunen" Vergangenheit: Erst Ende August diesen Jahres war ein Rabbiner in Berlin krankenhausreif geschlagen worden. "Ein Judentum in Hinterzimmern wird es in Deutschland nicht geben", zitierte Sigrid Ellerbrake den Präsidenten des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann. Die Rede bei der Gedenkstunde in Werther übernahm Pfarrer Rolf Düfelmeyer. "Auch nach so langer Zeit will es uns nicht gelingen, zu begreifen, was da eigentlich vor sich gegangen ist."

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