Einsatz am Wilhelm-Vinke-Ring in Versmold: Nach dem Großbrand in der Nacht auf den 25. März ist die Lagerhalle total zerstört. Der Schaden wird auf mehr als eine Million Euro geschätzt. - © Tasja Klusmeyer
Einsatz am Wilhelm-Vinke-Ring in Versmold: Nach dem Großbrand in der Nacht auf den 25. März ist die Lagerhalle total zerstört. Der Schaden wird auf mehr als eine Million Euro geschätzt. | © Tasja Klusmeyer

Versmold Brandserie in Versmold: 23-Jähriger stellt sich der Polizei

Andreas Eickhoff

Versmold. Die Großbrände im März an der Friedhofstraße und am Wilhelm-Vinke-Ring in Versmold scheinen geklärt: Am Freitagabend erschien ein 23-Jähriger gebürtiger Versmolder auf der Polizeiwache in Gütersloh und räumte seine Täterschaft ein. Ein Richter erließ am Samstagvormittag Untersuchungshaftbefehl. Wie das Haller Kreisblatt berichtet, lebt der junge Mann inzwischen in Harsewinkel, verbringt die Wochenenden aber nach wie vor in Versmold. Über mögliche Motive des Mannes ist noch nichts bekannt. Die Brände hatten die Bevölkerung in den vergangenen Wochen in Angst und Schrecken versetzt. In der Nacht auf Sonntag, 18. März, hatte der Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses in der Friedhofstraße gebrannt. Das Feuer war offenbar zwischen zwei Dachflächenfenstern im Dachgeschoss gelegt worden. Bei der näheren Untersuchung hatten Feuerwehrleute festgestellt, dass an einer Schiebetür frische Spuren eines Einbruchversuchs vorhanden waren. Unweit dieser Schiebetür kam es zum Ausbruch des Feuers. Bereits tags zuvor war die Feuerwehr ausgerückt, um einen brennenden Müllcontainer am DRK-Kindergarten am Stadtpark zu löschen. Sie konnte ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Gebäude verhindern. Damals hatten Zeugen allerdings nach Polizeiangaben drei Personen weglaufen sehen. Ob und wie sie an den Straftaten beteiligt sind, müssen nun die weiteren Ermittlungen ergeben. Am darauffolgenden Wochenende wurde eine Lagerhalle am Wilhelm-Vinke-Ring in Brand gesetzt. Die Lagerhalle brannte samt Inventar komplett nieder. Auch wenn sich die Polizei mit Angaben zu einer möglichen Ursache stark zurückhielt: Augenscheinlich befand sich der Brandherd im Außenbereich unter einem Vordach. Hier war das Feuer am weitesten fortgeschritten, das Dach in diesem Bereich eingestürzt.

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