Der Anbau, mit dem das Deutsche Rote Kreuz seine Kindertagesstätte an der Verler Arndtstraße erweitern möchte, hebt sich in Form und Fassadengestaltung vom 1981 errichteten, rot verklinkerten Altbau deutlich ab. Betont werden soll durch die Erweiterung auch der Eingangsbereich der Kita. - © GRAFIK: ARCHITEKTURBÜRO WISCHKE, SEND & PARTNER
Der Anbau, mit dem das Deutsche Rote Kreuz seine Kindertagesstätte an der Verler Arndtstraße erweitern möchte, hebt sich in Form und Fassadengestaltung vom 1981 errichteten, rot verklinkerten Altbau deutlich ab. Betont werden soll durch die Erweiterung auch der Eingangsbereich der Kita. | © GRAFIK: ARCHITEKTURBÜRO WISCHKE, SEND & PARTNER

Verl Kinder brauchen mehr Platz

Das DRK plant eine Erweiterung seiner Kindertagesstätte an der Arndtstraße

Verl. Zu wenige Schlafplätze für die ganz Kleinen, in der Folge weniger Bewegungsfreiheit und Spielmöglichkeiten für die übrigen Kinder; ein Personalzimmer, das als Lagerraum dienen muss und ohnehin nicht ausreichend bemessen ist für die inzwischen acht beschäftigten Erzieherinnen: Die Kindertagesstätte des Deutschen Roten Kreuzes an der Arndtstraße platzt aus allen Nähten. Für rund 400.000 Euro soll die Einrichtung deshalb jetzt erweitert werden.

Das Verler Büro Wischke, Send und Partner plant einen runden Anbau mit heller Fassade und großen Fensterflächen, der sich ganz bewusst vom bisherigen, rot verklinkerten Baukörper abheben wird. Der Neubau nimmt die Flachdachgestaltung des Bestandes auf.

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Frank Dreismickenbecker, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins, hofft auf einen Baubeginn im März oder April kommenden Jahres, so dass die Erweiterung bereits nach den Sommerferien 2013 pünktlich zum Beginn des neuen Kindergartenjahres bezogen werden kann.

Vorgesehen ist der Bau eines Multifunktionsraums, der sowohl als zusätzlicher Schlafraum als auch als Raum für andere Aktivitäten und die Betreuung der Kinder genutzt werden kann. Für die Nutzung als Schlafraum spricht der steigenden Bedarf bei der Betreuung unter Dreijähriger. Vor zwei Jahren hatte die DRK-Kita bereits einen Schlafraum eingerichtet; genehmigt war er seinerzeit für sieben, maximal ausgerichtet auf zwölf Plätze. Im laufenden Kindergartenjahr wurde diese Anzahl allerdings bereits überschritten. Mangels Platz müssen einige Kinder in anderen Räumen untergebracht werden, wenn sie schlafen wollen. Den Älteren fehlen dann aber die Bewegungs- und Spielmöglichkeiten.

Außerdem will das DRK den Erweiterungsbau für die Sprachförderung, für heilpädagogische und integrative Förderung von Kindern nutzen. Diese Arbeit findet derzeit mangels Platz entweder im Büro von Kita-Leiterin Rita Berning oder im Personalraum statt - wobei auch dieser eigentlich bereits zu klein ist. Denn aktuell arbeiten in der Einrichtung an der Arndtstraße acht Erzieherinnen, ohne zusätzliche Kräfte wie Auszubildende oder Praktikanten. Die Mitarbeiterinnen können ihren Personalraum allerdings nur behelfsmäßig nutzen, denn er wird zusätzlich als Lagerraum, beispielsweise für Spielzeug, benötigt.

Im Zuge der Erweiterung will das DRK gleich zwei weitere Probleme in seiner Kindertagesstätte beseitigen. So müssen die beim Bau des Hauses 1981 eingesetzten und inzwischen zum Teil verwitterten Holzfenster samt hölzernem Unterbau erneuert werden. Ebenfalls 31 Jahre alt sind mittlerweile die Sanitärräume der drei Kita-Gruppen. Auch sie bedürfen der Sanierung. Alleine für die Erneuerung der Nassräume rechnen DRK und Architekturbüro mit Kosten in Höhe von 30.000 Euro.

Die Sanierung von Fenstern und Sanitärbereich und die erforderliche Möblierung des neuen Anbaus will der DRK-Ortsverein aus seiner Baurücklage finanzieren. Hier stehen insgesamt 55.000 Euro zur Verfügung, die dann aber bereits aufgebraucht wären.

Der Vorstand des DRK hat sich deshalb an die Stadt Verl mit der Bitte gewandt, die Kosten für die Herstellung des Anbaus in Höhe von rund 346.000 Euro zu übernehmen. Mit diesem Antrag werden sich demnächst die Gremien des Rates befassen.

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