Buch und Fotografin: Sabine Brummel erzählt ihre Reise durch den Süd-Westen Ugandas in einem Bildband nach. Rechts eine der Kameras, mit denen die Fotos entstanden sind. - © Roland Thöring
Buch und Fotografin: Sabine Brummel erzählt ihre Reise durch den Süd-Westen Ugandas in einem Bildband nach. Rechts eine der Kameras, mit denen die Fotos entstanden sind. | © Roland Thöring

Verl Verlerin verkauft Buch von Ugandareise und spendet einen Teil des Erlöses

Sabine Brummel hat ein Buch über eine Reise durch den Süd-Westen Ugandas herausgegeben. Ein Teil des Verkaufserlöses kommt der Arbeit des Vereins Ugandahilfe zugute

Roland Thöring

Verl. Die Hauptstadt entdeckte Sabine Brummel als Sozia. Boda-Boda nennt man in Uganda die Motorradtaxis, die sich durch den chaotischen Verkehr von Kampala schlängeln. Sabine Brummel hatte die Boda-Boda-Tour als Stadtführung bereits von Europa aus gebucht: "Da bekommt man dann einen Sturzhelm, und die Fahrer sind auch nicht so aggressiv unterwegs." Drei Wochen und zwei Tage lang war die 45-jährige Volkswirtin im August und September im christlich geprägten und sicheren Süd-Westen des afrikanischen Landes unterwegs. Als Alleinreisende, von den Mitgliedern des Verler Vereins Ugandahilfe gut darauf vorbereitet. Auch auf die für Mitteleuropäer sehr gewöhnungsbedürftigen Straßen- und Verkehrsverhältnisse vor Ort. Und so blieb es bei einem einzigen Zwischenfall, den Sabine Brummel zum Untertitel ihrer Reiseerinnerungen gemacht hat: "Der Dead Rabbit Trip" (Die Tour mit dem toten Kaninchen). Ihr Bildband mit Fotos von Land und Leuten ist jetzt erschienen. Ein Teil des Verkaufserlöses kommt der Ugandahilfe und ihrer Arbeit zugute. Die Verlerin, mittlerweile dem Verein beigetreten, sah sich in Uganda auch vier Krankenhäuser an, welche die Ugandahilfe unterstützt. Und sie brachte Informationen über ein mögliches Zukunftsprojekt, ein Waisenhaus, mit. Ihr Hauptanliegen aber war die Fotoreportage über das Land und seine Menschen. Hilfreich war dabei Chris, ein 25-jähriger Fahrer, der sie im Auto auf der 2.000 Kilometer langen Rundreise im Gebiet zwischen Ugandas Nachbarländern Demokratische Republik Kongo und Ruanda sowie dem Victoriasee begleitete und ihr manch nicht alltäglichen Einblick ermöglichte. Schließlich sogar bei einem Besuch seiner eigenen Familie, die die Hobbyfotografin in ihrem Buch natürlich ebenfalls vorstellt. Sabine Brummel hat nicht nur den Markt in Kampala, sondern auch den Slum Soweto besucht. Beeindruckend sind die Kinderporträts, die hier entstanden sind. Sepia-getonte Schwarz-Weiß-Fotos geben die Tristesse und die schlimmen hygienischen Bedingungen des Armenviertels eindrücklich wieder. Auf der anderen Seite eine schöne Landschaft: der Lake Albert, Zuckerrohrplantagen, Wasserfälle, Palmen und Bananen. Und der Murchison Falls National Park, der manche Erwartung an das gemeine Afrika-Bild erfüllt: Antilopen, Giraffen, Zebras und ein Elefant, der die Straße quert. All dies hat Sabine Brummel mit ihren beiden Kameras, einer betagten digitalen Spiegelreflex und einer Leica Q Kompaktkamera, auf 1.200 Fotos festgehalten. 200 davon erzählen in ihrem Buch die Reise nach.

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