Stolz: Marcel Kammertöns hat seine Gesellenprüfung zum Zerspanungsmechaniker bestanden. - © Andrea Hüettenhoelscher
Stolz: Marcel Kammertöns hat seine Gesellenprüfung zum Zerspanungsmechaniker bestanden. | © Andrea Hüettenhoelscher

Verl Er gehört zu den besten Azubis im Kreis Gütersloh

Verl. Er gehört zu den Besten: Marcel Kammertöns belegt beim Bundesleistungswettbewerb in Northeim den vierten Platz bei den Zerspanungsmechanikern. Zusammen mit dem 23-Jährigen freut sich sein Ausbildungsbetrieb Hüttenhölscher Maschinenbau über den Erfolg. "Aus einem Rohling ein Werkstück zu fertigen, begeistert mich immer wieder", sagt Kammertöns, der seine Gesellenprüfung zum Zerspanungsmechaniker bereits Anfang 2017 erfolgreich absolvierte. Seitdem stellt sich der 23-Jährige täglich der Herausforderung, an einem Hedelius-Bearbeitungszentrum Einzelteile für den Maschinenbau zu fertigen. "Als Vorlage für das Werkstück bekomme ich eine Konstruktionszeichnung. Danach richte ich die CNC-Maschine ein und programmiere sie." Besonders gut gefällt ihm, dass er seine Arbeit nach der Bearbeitung selbst kontrollieren kann, in dem er das Werkstück vermisst. Den Entschluss, sich für die dreieinhalbjährige Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker bei Hüttenhölscher Maschinenbau zu bewerben, fasste Kammertöns nach einem freiwilligen Praktikum in den Ferien: "Dass ich etwas mit Metall machen möchte, wusste ich schon lange. Durch das Praktikum habe ich den Beruf und die Firma kennengelernt." Grundvoraussetzungen für den Beruf des Zerspanungsmechanikers sind: gute Mathematik- und Physikkenntnisse, technisches Zeichnen, logisches und räumliches Denken. "Diese Qualitäten sowie eine passende Mischung aus Neugier und Engagement hat Marcel mitgebracht", sagt Ausbildungsleiter Johann Willinghöfer. Als Gesellenstück fertigte Kammertöns einen Schieber für eine Verriegelung an. Dieser überzeugte die Prüfer auf Kammer-, Innungs- und Landesebene. Zur besten Prüfung in Nordrhein-Westfalen gratulierte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart Marcel Kammertöns bei einer offiziellen Ehrung in Köln. Bei Hüttenhölscher besuchen alle Auszubildenden zusätzlich zur Berufsschule regelmäßig das Ausbildungszentrum "Bang". In dem Trainingszentrum in Verl finden die handwerkliche Grundausbildung, der Werksunterricht und die Prüfungsvorbereitung statt. "Mit "Bang" verbinden wir die Vorteile, die Großunternehmen durch eine große Ausbildungswerkstatt haben, mit den praktischen Ansätzen eines mittelständischen Unternehmens", erklärt Willinghöfer. Er und auch die Geschäftsführung freuen sich, dass Marcel Kammertöns dem Unternehmen als Facharbeiter erhalten bleibt. "Es ist schön, zu sehen, wie die jungen Kollegen sich entwickeln", sagt Geschäftsführer Daniel Hüttenhölscher, "viele unserer früheren Auszubildenden arbeiten als Facharbeiter im Betrieb. Einige haben eine Weiterbildung zum Techniker oder ein Studium angeschlossen und sind von der Werkstatt in unsere Konstruktion gewechselt." Auch für Marcel Kammertöns steht fest, sein Wissensdurst ist noch nicht gestillt. Das von der Handwerkskammer ausgelobte Weiterbildungsstipendium will er gezielt für seinen Beruf einsetzen: "Ich werde zeitnah Lehrgänge besuchen, um mich im Bereich CAD/CAM-Programmierung weiterzubilden."

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