Eintrag in das Goldene Buch: Margareta Fromme (v.l.), Manfred Symann und Ingrid Schlecht trugen sich in das Goldene Buch der Stadt Verl ein. Bürgermeister Michael Esken (hinten) dankte ihnen für ihr besonderes Engagement im Ehrenamt. - © Maria Siggemann
Eintrag in das Goldene Buch: Margareta Fromme (v.l.), Manfred Symann und Ingrid Schlecht trugen sich in das Goldene Buch der Stadt Verl ein. Bürgermeister Michael Esken (hinten) dankte ihnen für ihr besonderes Engagement im Ehrenamt. | © Maria Siggemann

Verl Drei besondere Bürger haben in Verl die Ehrennadel erhalten

Maria Siggemann

Verl. Für ihre besonderen Verdienste im Ehrenamt erhielten Margareta Fromme, Ingrid Schlecht und Manfred Symann von der Stadt Verl in einer außerordentlichen Sitzung des Rates eine besondere Auszeichnung. Erstmals wurde ihnen im Rahmen einer Feierstunde als Dank und als Anerkennung für ihre langjährige, uneigennützige Arbeit für das Gemeinwohl von Bürgermeister Michael Esken die "Ehrennadel der Stadt Verl" verliehen. Den Termin hatte die Stadtverwaltung ganz bewusst auf den 5. Dezember gelegt, denn seit 1986 wird an genau diesem Tag nach einem Beschluss der UN jedes Jahr der "Internationale Tag des Ehrenamtes" gefeiert. Weltweit wird den Menschen gedankt, die mit ehrenamtlichem Einsatz einen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Margareta Fromme wurde für ihre langjährige Tätigkeit als ehrenamtliche Helferin der Pfarrcaritas St. Anna geehrt. 1980 übernahm sie die Arbeit im Caritasbüro, das an drei Vormittagen in der Woche geöffnet hatte. Neben der Vermittlung von Kinderferien, Mutter-Kind-Kuren und Seniorenerholungen hatte sie auch immer ein offenes Ohr für die Sorgen der Menschen, die zu ihr kamen. Sie vermittelte Trost, Unterstützung und Hilfe. "Wenn die Bürozeit nicht ausreichte, nahm sie die Arbeit sogar mit nach Hause", heißt es in der Urkunde. Im März 2016 musste sie aus gesundheitlichen Gründen die Büroarbeit aufgeben, stellt sich aber auch weiterhin mit kleineren ehrenamtlichen Aufgaben der Pfarrcaritas zur Verfügung. Ingrid Schlecht (82) ist seit der Gründung bei der Verler Tafel engagiert und leitet die Verteilstelle im evangelischen Gemeindehaus. Seit elf Jahren ist sie dort jeden Montag und Freitag im Einsatz, organisiert mit weiteren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern die Lebensmittelausgabe und ist Ansprechpartnerin für die Menschen, die die Hilfe der Tafel benötigen. Darüber hinaus organisiert sie Frühstücke sowie Ausflüge für bedürftige Kinder und initiiert alljährlich ein Waffelbacken, um mit dem Erlös Gutes zu tun. Auch in der Flüchtlingshilfe ist Ingrid Schlecht aktiv und "engagiert sich mit bemerkenswerter Energie", wie es in der Urkunde heißt. Manfred Symann (85) war viele Jahre Mitglied im Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde St. Maria Immaculata. Hier führte er unter anderem als Rendant die Bücher, engagierte sich in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit und begleitete den Bau der Kita "Arche Noah". Zudem hat er zahlreiche Broschüren und Dokumentationen über die Entstehung der Kirchengemeinde erstellt sowie zigtausende Fotos archiviert und digitalisiert, die das Dorf Kaunitz im Wandel der Jahrzehnte und das Vereinsleben zeigen. Ebenso war er treibende Kraft und Motor bei der Teilnahme an den Wettbewerben "Unser Dorf soll schöner werden" und "Unser Dorf hat Zukunft" sowie Initiator, Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Kaunitz. Auch am Um- und Ausbau des Alten Bahnhofs zum Dorfgemeinschaftshaus hatte er maßgeblichen Anteil. Margareta Fromme, Ingrid Schlecht und Manfred Symann trugen sich in das Goldene Buch der Stadt Verl ein. Bei dem feierlichen Festakt sorgte die Verler Sängerin Kathrin Horstkötter für die passende musikalische Untermalung.

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