Jubeln über den gelungenen Schuss: Uwe Cordfulland, neuer König in Kaunitz, und die neue Königin Rita nahmen zahlreiche Glückwünsche ihrer Schützengeschwister entgegen und feierten mit ihnen in der Masse. - © Andreas Eickhoff
Jubeln über den gelungenen Schuss: Uwe Cordfulland, neuer König in Kaunitz, und die neue Königin Rita nahmen zahlreiche Glückwünsche ihrer Schützengeschwister entgegen und feierten mit ihnen in der Masse. | © Andreas Eickhoff

Verl Kommandeur der Kaunitzer Hubertusschützen ist nun König

Uwe Cordfulland holte mit dem 213. Schuss das hölzerne Wappentier von der Stange und für sich selbst einen neuen Titel

Andreas Eickhoff

Verl-Kaunitz. Dass er genau weiß, wovon er in der Vergangenheit eher theoretisch gesprochen hat, bewies am Montag der Kommandeur der Kaunitzer Hubertusschützen, Uwe Cordfulland, spätestens mit dem 213. Schuss um 13.13 Uhr: Er holte das hölzerne Wappentier, wie geplant, aus dem Kugelfang. Spätestens als am Sonntagabend der Schwiegersohn in Lauerstellung, Christoph Werneke, neuer Jungschützenkönig wurde, hatte Brudermeister Peter Lichtenauer keine Schlafschwierigkeiten mehr in der Nacht zum Königsschießen am Montag. Cordfulland als vorbildlicher Schütze hatte zwar schon vorher keinen Zweifel daran gelassen, dass er "dran" ist, doch die Planungen liefen natürlich darauf hinaus, dass Tochter Nadine auch Jungschützenkönigin wird. Dennis Wittenborg war dann am Sonntag der einzige, der mit Werneke vehement um den Nachwuchstitel kämpfte. Nach dem gemeinsamen Schützenfrühstück mit Ehrungen verdienter Mitglieder war Christian Dullek der erste, der sich mit dem dritten Schuss eine Insignie sicherte. Die Krone fiel, Dullek freute sich. Ebenso Thomas Kläsener, nach seinem 27. Schuss als das Zepter fiel und Heinz Apelmann einen Schuss später. Da fiel nämlich der Apfel und das Wappentier hatte keine Insignien mehr. Entschlossen schritt dann Uwe Cordfulland an das Gewehr, als das arme Tier auch keine Flügel mehr hatte. Je öfter der Tischler schoss, desto mehr wackelte der Vogel. Er machte zusammen mit seinem Kontrahenten aber kurzen Prozess, so dass die letzten Reste schnell fielen und die Schützen pünktlich um 13.13 Uhr ihren neuen Regenten feiern konnten. "Du hast die Haare schön, du hast die Haare schön", sangen sie dann und meinten nach Angaben von Schießmeister Maik Ottofrickenstein nicht die charmante neue Königin Rita sondern eher den lichter werdenden Lockenkopf des neuen Regenten. Ausgelassen feierten die Schützen ihren obersten Repräsentanten, der erst am Samstag seine neue Schützenhose präsentierte. Die hat nun, wegen seiner Beförderung bei der Generalversammlung zum Generalmajor, einen roten Streifen. "Rot kannst Du auch tragen", resümierte sein Stellvertreter Peter Kirschbaum gegenüber dem stolzen Oberst beim Antreten. Bei der Proklamation vergaß Brudermeister Lichtenauer nicht zu erwähnen, dass der neue König aus einer vorbildlichen Schützenfamilie stammt. Zehn Jahre lang war der neue König Jungschützenmeister in Kaunitz, anschließend zwölf Jahre stellvertretender Kommandeur. Das Amt des Oberst führt er seit 2010 aus. Vater Hugo wurde 1979 König der Bruderschaft, Schwester Karin im gleichen Jahr Jungschützenkönigin. Bruder Matthias wurde 1994 Jungschützenkönig und Schwester Monika regierte mit seinem Schwager Klaus 2010/11.

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