Archivbild - © Karin Prignitz
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Verl Umsonst und draußen: Verler Verein will öffentliche Calisthenics-Sportanlage bauen

Die Sportart beinhalte viele verschiedene Elemente aus anderen Sportarten wie Turnen, Parkour, Tanzen, Akrobatik, Leichtathletik, Gewichtheben, Yoga oder Freelethics

Roland Thöring

Verl. Calisthenics schult Geschicklichkeit, Balance, Genauigkeit sowie Koordination der Bewegungen und steigert die körperliche Fitness; gerade für junge Menschen ist das Training in der Gruppe kostengünstiger als der Besuch eines Fitnessstudios: Davon sind die Mitglieder des Vereins Calisthenics and Street Lifting Community OWL (CALI 16) überzeugt. Jetzt hat der Club mit Sitz in Gütersloh über einen Bürgerantrag den Bau einer Calisthenics-Anlage in Verl beantragt. Die Initiative CALI 16 wünscht sich die Einrichtung einer kostenlosen und öffentlich zugänglichen Calisthenics- und Street-Workout-Sportanlage. Diese Sportart habe in den vergangenen Jahren weltweit verstärkt an Popularität gewonnen, heißt es in dem Antrag, der in der Sitzung des Stadtrates am Dienstagabend verlesen wurde. Calisthenics beinhalte viele verschiedene Elemente aus anderen Sportarten wie Turnen, Parkour, Tanzen, Akrobatik, Leichtathletik, Gewichtheben, Yoga oder Freelethics. Dies mache Calisthenics zu einem neuen und sehr vielseitigen effektiven Training mit vielen Vorzügen gegenüber dem typischen Sport im Fitnessstudio, heißt es in dem Antrag. Auch in Gütersloh existierten bereits zahlreiche Gruppen und Organisationen, die sich mit eigenen Körpergewichtsübungen beschäftigen und teils notgedrungen an nicht für das Training vorgesehenen Objekten wie Bäumen, Spielplätzen oder Schulhöfen trainierten. Dies berge ein Sicherheitsrisiko und stelle die Sportler vor ein Problem, da es keine geeigneten lokalen Trainingsplätze gebe. Um ein solches Training sicher und optimal ausüben zu können, bedürfe es eines so genannten Calisthenics-Parks, der aus Sprossenwänden, Klimmzugstange, Barren, und Hangelleitern bestehen muss. Solche Anlagen existierten bereits in vielen Städten in OWL, beispielsweise in Steinhagen, Delbrück oder Paderborn. In Bielefeld und Lippstadt befänden sich Calisthenics-Parks bereits in der Planungsphase. Auch in Verl sei die Nachfrage vorhanden, schreibt der Verein CALI 16 in seinem Antrag. Eine Anlage, die kostenfrei und zu jeder Zeit ein Training ermögliche, erhöhe die Attraktivität der Stadt. Die Kosten für den Bau einer solchen Sportanlage hängen nach Angaben des Vereins vom Umfang und der Größe ab. Eine einfache Anlage lassen sich bereits für rund 15.000 Euro realisieren.

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