Ein Auto fährt am Schmiedestrang in Verl. - © Franz Purucker
Ein Auto fährt am Schmiedestrang in Verl. | © Franz Purucker

Verl-Bornholte Fahrradstraße auf dem Schmiedestrang geplant

Versuch: Für zwei Jahre soll die Verbindungsstraße zwischen Verl und Bornholte umgewidmet werden. Dies ist aber nicht der einzige Änderungsvorschlag der Bürger, dem der Fachausschuss jetzt zustimmen soll

Roland Thöring

Verl-Bornholte. Verl bekommt erstmals eine Fahrradstraße. Das zumindest sieht ein Vorschlag des Arbeitskreises Verkehr vor, den die Verwaltung am Mittwoch, 21. Juni, dem Straßen-, Wege- und Verkehrsausschuss zur Abstimmung unterbreiten will. Die Fahrradstraße soll als zweijähriger Versuch für den Schmiedestrang im Abschnitt von der Paderborner Straße bis zum Veilchenweg eingeführt werden. Eine Fahrradstraße bleibt, sofern keine Ausnahmeregelungen beispielsweise für Anlieger getroffen und entsprechend ausgeschildert werden, den Fahrradfahrern vorbehalten. Autos dürfen die Straße dann nicht benutzen. Fahrradfahrern hingegen ist erlaubt, auch nebeneinander zu fahren. Stimmen die Mitglieder des Fachausschusses in ihrer Sitzung zu, soll im weiteren Verlauf des Schmiedestrangs die Tempo-30-Zone zwischen Veilchenweg und Reitweg bestehen bleiben. Der dritte Abschnitt vom Reitweg bis zur Einmündung in die Bornholter Bergstraße soll verkehrsberuhigt ausgebaut werden. Dazu lässt die Stadt jetzt eine Entwurfsplanung erarbeiten, die nach einer Beratung im Ausschuss zu einem späteren Zeitpunkt den Anliegern vorgestellt wird. Anregungen aus der Bürgerversammlung umgesetzt In diesem Zusammenhang will die Stadt mit dem Verein Hof Diekämper sprechen, wie die Grünfläche zum Schmiedestrang neben dem Bürgertreff "Hühnerstall" als eventuelle Versickerungsfläche für die Ausbaumaßnahmen Teilstück Schmiedestrang und Am Hang gestaltet werden kann. Im November vergangenen Jahres hatte der Straßen-, Wege- und Verkehrsausschuss zur Verbesserung der Rad- und Schulwegsituation am Schmiedestrang verschiedene Maßnahmen beschlossen. Die Planungsentwürfe hatte die Stadt im Januar im Rathaus in einer Bürgerversammlung vorgestellt, aus der heraus mehrere Anregungen in die jetzt modifizierte Planung eingeflossen sind. So hatten sich die Bürger gegen die ursprünglich vorgesehene Sperrung des südlich des Schmiedestrangs zum Veilchenweg hin abzweigenden Graswegs ausgesprochen. Diesem Wunsch hat auch der Arbeitskreis Verkehr in seiner Sitzung Ende Mai entsprochen, so dass die Verwaltung dies nun dem Straßen-, Wege- und Verkehrsausschuss als Beschluss empfiehlt. Separater Geh- und Radweg Auch die Anlegung einer Fahrradstraße versuchsweise für zwei Jahre war ein Vorschlag, der in der Bürgerversammlung gemacht wurde. Einem weiteren Wunsch der Anlieger ist die Stadt bereits nachgekommen und hat auf dem Veilchenweg eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h angeordnet. Im Abschnitt vom Schützenweg bis zum Ginsterweg soll am Schmiedestrang ein separater Geh- und Radweg gebaut werden. Die dafür notwendigen Flächen gehören der Stadt nach wie vor aber nicht, Grunderwerbsverhandlungen sollen noch geführt werden. Stimmt der Straßen-, Wege- und Verkehrsausschuss dem Verwaltungsvorschlag so zu, ist vorgesehen, die Bürger in einer erneuten Versammlung über das Beratungsergebnis des Ausschusses zu informieren. Diese Bürgerversammlung wird jedoch erst nach der Sommerpause anberaumt.

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