Freuen sich auf neue Klänge: Heinz-Günther Habbig (v. l.), Werkstattleiter des Orgelbauunternehmens Klais, die Kirchenvorstände Helmut Arens und Brigitte Gnegel sowie Pfarrer Karl-Josef Auris vor der neuen Orgel. - © Franz Purucker
Freuen sich auf neue Klänge: Heinz-Günther Habbig (v. l.), Werkstattleiter des Orgelbauunternehmens Klais, die Kirchenvorstände Helmut Arens und Brigitte Gnegel sowie Pfarrer Karl-Josef Auris vor der neuen Orgel. | © Franz Purucker

Verl Orgel in der Verler Marienkapelle soll zum dritten Advent fertig sein

Die Truhenorgel aus den 90er Jahren wird aktuell durch ein neues Instrument ersetzt, die aus einem Bonner Krankenhaus übernommen

Franz Purucker

Verl. Spätestens im Gottesdienst am dritten Adventssonntag können die Besucher der Marienkapelle am Seniorenzentrum St. Anna ihre Orgel wieder klingen hören. Aktuell sind Mitarbeiter des Orgelbauunternehmens Klais damit beschäftigt, das Instrument einzubauen. "Wir haben schon im Oktober gesagt, dass wir das Instrument vor Weihnachten fertigstellen", sagte Heinz-Günther Habbig, Betriebsleiter bei der Orgelbaufirma. Dieser Termin konnte gehalten werden: Am Sonntag, 11. Dezember, um 10.15 Uhr findet die Orgelweihe statt, zu der vor allem die 95 Bewohner des Seniorenzentrums eingeladen sind. Aber auch der Öffentlichkeit steht dieser Termin offen, fügte Brigitte Gnegel aus dem Kirchenvorstand hinzu. Eines der Register des Instruments werde den Namen "Hölscherflöte" bekommen. Im Gespräch waren noch "Fernflöte", wegen ihres Effekts, oder Anna-Flöte (in Anlehnung an den Namen der Gemeinde). Der Kirchenvorstand von St. Anna hatte sich nach einer demokratischen Abstimmung entschieden, das Instrument nach dem ehemaligen Pfarrer Hermann-Josef Hölscher zu benennen, der sich als eine seiner letzten großen Entscheidungen für den Umbau der Orgel ausgesprochen hatte. Nicht nur der Klang des neuen Instruments soll schöner sein - auch optisch wertet das neue Instrument die Kapelle deutlich auf: "Bislang wurde auf einer nicht gerade schönen Truhenorgel gespielt", sagte Klais-Betriebsleiter Heinz-Günther Habbig. Diese stamme aus dem Jahr 1992. Für den Einbau des neuen Instruments wurde mit dem Bonner Unternehmen ein Festpreis von 60.000 Euro vereinbart. Das Instrument stammt zu 80 Prozent aus einer aufgelösten Kapelle des Gemeinschaftskrankenhauses St. Petrus in Bonn und zum Teil aus der ausgebauten Orgel der St.-Anna-Kirche. "Durch die neue Gestaltung sieht es aber aus wie neu", erklärte der Orgelspezialist. Dem stimmte auch Pfarrer Karl-Josef Auris zu: "Die Orgel ist schon außergewöhnlich gut für eine Altenheimkapelle." Nachdem alle Flöten eingesetzt sind, folgt die Intonierung, also die klangliche Gestaltung der Orgelpfeifen. Diese werden mit Spezialwerkzeugen bearbeitet, um Klangfarbe und Lautstärke zu verändern und einen klaren, vollen Ton zu schaffen.

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