Aktuell: Yannik Zurmühlen (v. l.), Königspaar Tobias Steinkemper und Annika Lauströer, Vorsitzender Matthias Kaps, Nadine Cordfulland, Daniel Echterhoff, Patrick Pohl und Lukas Dreier repräsentieren derzeit die Kaunitzer Jungschützen. - © Andreas Eickhoff
Aktuell: Yannik Zurmühlen (v. l.), Königspaar Tobias Steinkemper und Annika Lauströer, Vorsitzender Matthias Kaps, Nadine Cordfulland, Daniel Echterhoff, Patrick Pohl und Lukas Dreier repräsentieren derzeit die Kaunitzer Jungschützen. | © Andreas Eickhoff

Verl Kaunitzer Jungschützen feiern Party zum 40-jährigen Bestehen

Aus wildem Haufen wird vorzeigbare Truppe

Andreas Eickhoff

Verl-Kaunitz. Die Jungschützen der St. Hubertus Schützenbruderschaft Kaunitz feiern am kommenden Wochenende ihr 40-jähriges Bestehen. Und das soll groß gefeiert werden: Die Jungschützen laden am kommenden Samstag, 22. Oktober, in die frisch renovierte Schützenhalle in Kaunitz ein. Für Getränke, Essen & Musik (Verler Musikverein + DJ Felix Pankoke) ist bestens gesorgt, um eine rauschende Party feiern zu können. "Junge Menschen müssen Verantwortung übernehmen und zugleich Kameradschaft und Geselligkeit pflegen." Mit diesen Worten fasste Brudermeister Heinz Meermeier in der Jahreshauptversammlung 1976 die Diskussion um den Vorschlag von Kommandeur Generaloberst Ewald Füchtjohann zusammen. Die Versammlung beschloss schließlich die Gründung einer Jungschützen-Kompanie für junge Männer vom 16. bis zum 25. (heute: 27.) Lebensjahr. Die große Regel, die man den Jungschützen mit auf den Weg gab, war sich als Teil und Träger der Ideen der Bruderschaft zu sehen. Der jeweilige Jungschützenmeister hat die Interessen der jungen Leute im Vorstand zu vertreten. In den kommenden Jahren sollten die Jungschützen einen eigenen König, den Jungschützenkönig ausschießen. Für das Schießen wurde der Sonntagabend auserkoren, wie es bis zum heutigen Tag Sitte ist. Das erste Jungschützen-Vogelschießen fand am Schützenfestsonntag 1977 statt. Strahlender erster Jungschützen-König aus einer Reihe von etwa 30 Mitbewerbern wurde Walter Güth. Zu seiner Jungschützen-Königin erkor er sich Bärbel Sagemüller. Was die Anzahl der Bewerber anging, war es in den ersten 10 bis 15 Jahren des Bestehens der Jungschützen ähnlich. Es gibt heute gestandene Schützenbrüder, die es bis zu vier Mal versucht haben, die Königswürde bei den Jungschützen zu erwerben und es nicht geschafft haben. Zwar ist die Zahl der Bewerber bis heute deutlich zurückgegangen, aber in den vergangenen 40 Jahren ist der Vogel nie im Kugelfang geblieben. Es drohte zwar manchmal, dunkel zu werden oder es wurden gefühlte 1.000 Schuss benötigt - aber seinen finalen Flug hat noch jeder Jungschützenvogel angetreten. Die Triebfeder der Jungschützen sind seit jeher die Jungschützenmeister und ihre Mitstreiter, zuerst die Stellvertreter und später ein Jungschützen-Vorstand. Von 1976 bis 1978 stand Horst Johannliemke den Jungschützen vor. Aus einem wilden Haufen formte er eine vorzeigbare Truppe. Klaus Lauströer folgte ihm von 1978 bis 1984, In den Folgejahren übernahm Dieter Güth die Verantwortung. Mit Uwe Cordfulland fand der Vorstand einen Jungschützen aus altem Schrot und Korn, der es schaffte ab 1986 das wankende Schiff der Jungschützen wieder auf Kurs zu bringen. Er führte unter anderem einen Jungschützen-Vorstand mit Kassierer, 1992 überzeugte er Vorstand und auch die Generalversammlung, eine Standarte für die Jungschützen anzuschaffen. Cordfulland gab nach zehn Jahren als Jungschützenmeister das Amt 1996 an seinen Bruder Matthias ab. Der bekleidete dieses Amt bis 2003, ihm folgte Jürgen Füchtemeier. In seine Amtszeit fiel 2007 auch die Organisation des Bezirksjungschützentages 2009. In dem Jahr übergab er das Amt an Mark Fechtelkord. Seit zwei Jahren ist nun Matthias Kaps Chef der Kaunitzer Jungschützen. Mit rund 120 Jungschützen ist die Nachwuchsgruppe innerhalb der Bruderschaft (700 Mitglieder) heute eine starke Gemeinschaft.

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