Zufrieden mit dem Ergebnis: Lars Bopf ist bei Nobilia Sprecher der Geschäftsführung. - © Roland Thöring
Zufrieden mit dem Ergebnis: Lars Bopf ist bei Nobilia Sprecher der Geschäftsführung. | © Roland Thöring

Verl Küchenhersteller Nobilia schafft Milliarden-Umsatz

Steigerung um 7,6 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro

Roland Thöring

Verl. Europas größter Küchenhersteller, die Nobilia-Werke J. Stickling GmbH & Co. KG, bleibt auch im 15. Jahr in Folge auf Wachstumskurs. Der neue Sprecher der Geschäftsführung, Lars Bopf, konnte bei der Bilanzpressekonferenz gestern erneut einen neuen Umsatzrekord vermelden. Mit 1,02 Milliarden Euro (plus 7,6 Prozent gegenüber 2014) durchbrachen die Sürenheider im vergangenen Jahr erstmals die Schallmauer. Der Umsatz der Nobilia-Gruppe, zu der im Ausland Beteiligungen an Handelsketten und Küchenstudios gehören, ist um 11,5 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro gestiegen.630.000 Küchen mit 6,3 Millionen Schränken und 1,5 Millionen Arbeitsplatten stellte das Unternehmen 2015 in den Werken Sürenheide und Kaunitz her. Das entspricht 2.870 Küchen je Arbeitstag – in keinem Ort der Welt werden mehr Schränke produziert als in Verl, sagte Bopf. Man sei damit jedoch bis an die Grenze der technischen Leistungsfähigkeit ausgelastet.Nobilia wartet deshalb nicht nur darauf, in den nächsten Jahren am Standort Kaunitz das Werk für eine weitere Produktionslinie ausbauen zu können, sondern befasst sich mit dem Gedanken einer Endfertigung im Ausland: China und Russland sind die großen Märkte, von denen sich die Sürenheider in Zukunft weiteres Wachstum versprechen. Denn während Nobilia mit einem Plus von 3,0 Prozent im Inland immerhin noch auf Branchen-Niveau zulegte und damit seinen Marktanteil von rund 30 Prozent behaupten konnte, stieg der Exportanteil am Umsatz auf 427,3 Millionen Euro, was einem Plus von 14,7 Prozent entspricht. Die Exportquote liegt jetzt bei 42 Prozent. Die Küchen gehen in 80 verschiedene Länder.Im vergangenen Geschäftsjahr hat Nobilia, das inzwischen 2.795 Mitarbeiter beschäftigt, in die beiden Werke 68,7 Millionen Euro investiert. In Sürenheide floss das Geld in die Erneuerung veralteter Maschinen und die Optimierung der vorhandenen Fertigungsabläufe. In Kaunitz nahm das Unternehmen zwei neue Fertigungsstraßen in Betrieb und baute die Kapazität der Teilefertigung aus. In diesem Werk wurden zudem die Produktionshallen erweitert, um ein Lager für Korpusmaterial und für Halbformatplatten sowie ein hoch automatisiertes Logistikzentrum für Zubehörmaterial zu errichten.Eingeweiht wurden eine neue Kantine und ein neuer Trakt mit Sozialräumen. Für den Fuhrpark schaffte Nobilia 26 neue Zugmaschinen und 58 neue Auflieger an. Insgesamt verfügt das Unternehmen nun über 165 Zugmaschinen und 550 Auflieger und beschäftigt rund 300 Fahrer: „Damit sind wir eine der größten Speditionen in Deutschland", ordnete Karsten Evers diese Zahlen ein. Evers ist seit dem 1. Juli Mitglied der Nobilia-Geschäftsführung und zuständig für den Einkauf und den technischen Bereich.

realisiert durch evolver group