Auch Volker Köhler, Betriebsleiter bei der Bäckerei Schumacher in Kaunitz ist davon überzeugt. - © FOTO: ANJA HUSTERT
Auch Volker Köhler, Betriebsleiter bei der Bäckerei Schumacher in Kaunitz ist davon überzeugt. | © FOTO: ANJA HUSTERT

Verl Neues Leben für das Wasser

VERLER WASSER-GESCHICHTEN: Von Grander-Wasser und quantenphysikalischen Frequenzverfahren

Verl. Bäckermeister Rudi Schumacher ist von der Wirkung überzeugt: Seit 1996 backt er sein Brot nicht mehr mit normalem Wasser, sondern mit "belebtem" Wasser. "Die Qualität ist einfach besser", sagt der Kaunitzer.

Sein Kunde Heinrich Vorderbrüggen war es, der ihm seinerzeit vom belebten Wasser erzählte. Die Idee geht zurück auf den 2012 verstorbenen Tiroler Johann Grander, der nach eigenen Angaben eine "Technologie der Informationsübertragung" gefunden hat. In seinen Grander-Wasserbelebungsgeräten, die ganz normal in die Hauswasserleitung eingebaut werden, fließt herkömmliches Leitungswasser an Grander-Wasser vorbei und übernimmt so angeblich die Information des Wassers mit "Naturinformationen höchster Ordnung".

Auch Heinrich Vorderbrüggen (69) wurde seinerzeit von einem Bekannten auf die Grander-Wasserbelebung aufmerksam. "Ich war begeistert von der Funktion der Grander-Wasserbelebung, die ich privat und auch seit 1995 in meinem landwirtschaftlichen Betrieb mit Hühnerhaltung mit Erfolg eingesetzt habe", erzählt er.

Rudi Schumacher hat Grander-Geräte sowohl in seiner Backstube eingebaut, als auch in seinem Privathaus und in seinen Pferdeställen und ist von der Wirkung überzeugt. "Brot und Brötchen bleiben länger frisch",. sagt er. Das würden ihm auch seine Kunden bestätigen. "Es macht Spaß, bei Euch unter der Dusche zu stehen", habe beispielsweise sein Schwiegersohn mit Blick auf das weichere Wasser gesagt, als er das erste Mal in seinem Hause geduscht habe. Und die Zuchtpferde seien auch seltener krank. "Aber beweisen kann man das nicht", gibt er zu. Doch für ihn sind die 1.700 für das Wasserbelebungsgerät in seinem Wirtschaftsraum im Keller gut angelegtes Geld.

Bei der Westfälischen Wasser- und Umweltanalytik GmbH in Gelsenkirchen, die beispielsweise auch das Verler Trinkwasser, das von der Vereinigten Gas- und Wasserversorgung GmbH (VGW) geliefert wird, untersucht, sieht man solche Ansätze zur Trinkwasserverbesserung skeptisch. "Es gibt dafür keine wissenschaftliche Erklärung, dass es funktioniert", sagt Geschäftsführer Burkhard Westphal. "Aber wenn das jemand macht, um sich wohl zu fühlen ..."

Auch die Verler Heilpraktikerin Silvia Neitzner, die eine Praxis für Informationsfeldmedizin betreibt, beschäftigt sich mit Wasser. Sie hat nach eigener Aussage eine CD entwickelt, die im Wasser eine Frequenzänderung bewirken soll, sodass Kalkablagerungen in Rohr- und Wasserleitungen verhindert werden. Dazu werde die CD einfach auf den Wasserzähler gelegt oder an einem Rohr befestigt.

Neitzner hat auch ein Rohrband entwickelt. "Durch das Resonanzverfahren werden Rost und Kalk aus dem Wasser ausgeschwemmt", sagt sie. Und sie zieht sogar einen Vergleich von verkalkten Rohren zur menschlichen Arteriosklerose.

Die Herforder Heilpraktikerin Meike Wachholz arbeitet seit 2008 mit der Wasser-CD ihrer Kollegin. "Man kann klarer denken", schwört sie auf das aufbereitete Wasser. In einem Selbstversuch habe sie kürzlich ein verrostetes Hufeisen in eine Schale mit Wasser auf eine Wasser-CD von Silvia Neitzner gestellt. "Ich konnte davor stehen bleiben und zusehen, wie der Rost abgeht." Die Bilder ihres Versuchs hat sie per Handy an Silvia Neitzner geschickt, die diese auch auf ihrer Homepage veröffentlicht hat.

Meike Wachholz bestätigt, dass durch die Änderung der Wasser-Frequenz Kalk im Wasser kein Problem mehr sei. "Ich habe überhaupt keine Putzmittel mehr im Haus und brauche viel weniger Waschmittel."

Eine weitere Referenz ,die Silvia Neitzner anführt, ist der Rietberger Geflügelzüchter Meinolf Kriener: "20 Jahre hatten wir Probleme mit den Wassertränken. Wöchentlich waren intensive Reinigungsarbeiten erforderlich. Etwa drei Wochen nach Installation des Rohrbandes hörten die Probleme auf und wir hatten saubere Leitungen und keinerlei zusitzende Tränken mehr."

550 Euro kostet eine Wasser-CD, die – so verspricht die Werbung – gegenüber anderen Wasseraufbereitungsverfahren Installationskosten, Wartungskosten, chemische Zusätze, Betriebskosten und hohe Anschaffungskosten sparen soll.

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