Gitterkonstruktion mit Lichterketten und "Organic"-Kugeln: So würde eine der Stern-Varianten auf dem Kaunitzer Kreisverkehr wirken. Die Konstruktion ist 4,50 Meter hoch. - © MK Illumination
Gitterkonstruktion mit Lichterketten und "Organic"-Kugeln: So würde eine der Stern-Varianten auf dem Kaunitzer Kreisverkehr wirken. Die Konstruktion ist 4,50 Meter hoch. | © MK Illumination

Verl Verler Ortsteile sollen Weihnachtsbeleuchtung erhalten

Neben den bekannten kleinen Sternen sind auch zwei große im Gespräch

Roland Thöring

Verl. Im kommenden Jahr sollen auch die Verler Ortsteile eine eigene Weihnachtsbeleuchtung bekommen. Eine Vorstellung davon, wie diese aussehen könnte, vermitteln erste Entwürfe, die Karsten Fischer von der Firma Lux Momentum aus Berlin am Dienstagabend im Rat vorstellte. Das Konzept nimmt den "Verler Stern" auf, wie er in der Advents- und Weihnachtszeit des vergangenen Jahres entlang der Verler Ortsdurchfahrt zu sehen war. Dabei hatte Fischer die Aufgabe zu lösen, das Motiv zwar in die Ortsteile zu tragen, dort aber mit ganz unterschiedlichen Bedingungen zurechtzukommen. So weiß heute noch niemand, wie sich demnächst die Bornholter Ortsdurchfahrt darstellen wird, und so sind zum Beispiel auch die Höhen der Laternen sehr unterschiedlich und nicht mit den neuen Leuchten an der Paderborner und der Gütersloher Straße im Stadtzentrum vergleichbar. Das schränkt bei der Wahl der Sterngröße ein. Da die Laternen zumeist aber auch nicht über einen separaten Stromanschluss verfügen, kommt die hängende Variante des Sterns erst gar nicht in Frage. Fischer stellte deshalb drei unterschiedliche Vorschläge mit vielen kleinen oder einzelnen großen Sternen vor, die allesamt eines gemeinsam haben: Sie werden auf dem Erdboden montiert. Während dort die kleinen Sterne optisch unterzugehen drohen, imponieren die großen, denen der Lichtplaner in seinem Vortrag auch deutlich mehr Raum gab. Noch keine Aussage zu den Kosten So präsentierte er beispielsweise eine Grafik, die einen 4,50 Meter hohen Stern im Kaunitzer Kreisverkehr zeigt. In dieser Größe ist er allerdings nicht so zu fertigen, wie seine kleineren Geschwister für den Verler Ortskern. Hier haben die Sterne einen Durchmesser von 60, 102 oder 130 Zentimeter. Die Maximalgröße, die technisch realisierbar ist, ist 150 Zentimeter groß. Denkbar sind deshalb zwei optisch angelehnte Lösungen, die das bei den neuen Verler Sternen verwendete "Organic"-Material aufnehmen. Die eine sieht eine Stahlunterkonstruktion - eventuell mit Aluminium ummantelt - vor, die pulverbeschichtet wird und in deren Innerem die gleichen Sterne aufgehängt werden, wie sie in der kleinen Version im Verler Ortszentrum zu sehen sind. Der zweite Vorschlag besteht aus einer Aluminiumkonstruktion in Gitterform, die mit Lichterketten umwickelt ist und in ihrem Inneren Kugeln aus jenem "Organic" aufnimmt. Bei "Organic" handelt es sich um einen form-, licht- und temperaturbeständigen Werkstoff, der zu rund 40 Prozent aus Kunststoff und 60 Prozent aus Holzfasern besteht und vollständig wiederverwertbar sein soll. Die Entwürfe sollen jetzt eine Diskussionsgrundlage sein, "in welche Richtung es gehen könnte". Nach der Sommerpause will die Verwaltung den Fraktionen einen Vorschlag unterbreiten und diesen mit einer Kostenschätzung unterlegen. Wenn Anfang 2019 dann der Beschluss gefasst wird, könnte die neue Weihnachtsbeleuchtung Ende kommenden Jahres erstmals aufgestellt werden.

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