Am neuen Altar: Priester Markus Korsus steht jetzt während der Gottesdienste auf einer Ebene mit den Gemeindemitgliedern auf den Sitzbänken. Bis 2022 wird der in Oberschlesien geborene Theologe die St.-Judas-Thaddäus-Gemeinde noch leiten. - © Kristoffer Fillies
Am neuen Altar: Priester Markus Korsus steht jetzt während der Gottesdienste auf einer Ebene mit den Gemeindemitgliedern auf den Sitzbänken. Bis 2022 wird der in Oberschlesien geborene Theologe die St.-Judas-Thaddäus-Gemeinde noch leiten. | © Kristoffer Fillies

Verl-Sürenheide Renovierte Sürenheider Kirche zum Priesterjubiläum eingeweiht

Die St.-Judas-Thaddäus-Pfarrkirche ist wiedereröffnet. Nach dem Festhochamt wird das 40-jährige Priesterjubiläum von Pastor Markus Korsus gefeiert

Kristoffer Fillies

Verl-Sürenheide. Die Renovierung der Pfarrkirche der St.-Judas-Thaddäus-Gemeinde Sürenheide ist abgeschlossen. Nach acht Monaten Umbau des Kirchenschiffs von 1953 konnte jetzt das Festhochamt zur Wiedereröffnung gefeiert werden. Es kamen viele Gemeindemitglieder, aber auch geistliche Gäste und Vereine. Zur Eröffnungsfeier gesellte sich ein weiterer Feiergrund: Markus Korsus ist seit 40 Jahren geweihter Priester. Der Altar ist jetzt auf einer Ebene mit den Sitzbänken der Kirchgänger. "Das war eine gute Entscheidung", sagt Reinhard Kerkhoff, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands Sürenheide. "Die Summe der Neuerungen ist hier das Schöne." Als Denkmal-Architekt kümmerte sich Stefan Terbrack um die Umsetzung der Sanierung. "Dabei hat der Kirchenvorstand viele Ideen mit eingebracht, wofür ich sehr dankbar bin", sagt der Bielefelder. "Ich könnte natürlich auch mein eigenes Ding machen. Aber erst mit der Mitarbeit der Mitglieder entsteht etwas, worin sich die Gemeinde wirklich wohl fühlt." Nicole Gerkens vom Pfarrgemeinderat fühlt sich wohl in der neuen Hallenkirche, die vor 65 Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg erbaut wurde, weil viele Katholiken nach Sürenheide zogen. "Der Raum ist hell und einladend. Die Idee mit den Sitzbänken kam von Kindern. Die wollten lieber bequeme Bänke als Stühle." Auf dem Podest im hinteren Teil der Kirche, auf dem damals der Altar stand, sang während des Festhochamts der Männerchor. Am Altar selbst standen neben Priester Markus Korsus der Pfarrer Karl-Josef Auris und Adam Szymanski, Pastor im Ruhestand aus Gütersloh. Szymanski und Korsus verbindet eine langjährige Freundschaft, beide sind zudem Mitglied der Deutsch-Polnischen Gesellschaft. Der 66-jährige Korsus kam in Oberschlesien, heute in Polen, zur Welt. "Ich war in einer sehr christlichen Familie", sagt er nach dem Gottesdienst in der neu eröffneten Kirche. Schon als Kind war er als Messdiener und in der Jugendarbeit aktiv. In Krakau studierte Korsus Theologie und wurde 1978 zum Priester geweiht. 1987 zog es ihn nach Friedrichsdorf in Hessen. Seit drei Jahren ist er nun in Verl. "Hier als Priester der Gemeinde Sürenheide bin ich glücklich", sagt Korsus. In Friedrichsdorf musste er noch viel Papierkram erledigen und verwalten. "Hier kann ich mich ganz auf mein Amt als Seelsorger konzentrieren und für die Menschen da sein." Pfarrer Karl-Josef Auris schätzt den Priester Korsus. "Er ist ein angenehmer, freundlicher Mensch, der beruflich nie ,Nein? sagt." 2022 wird Korsus in den Ruhestand gehen. "Ich hoffe, dass er der Gemeinde erhalten bleibt", sagt Auris. Tatsächlich ist das auch Korsus? Plan, wie er selbst sagt. "Ich bin sehr zufrieden hier und gehe davon aus, auch nach 2022 bei meiner Gemeinde zu bleiben." Nach dem Festhochamt gratulierten Dutzende Mitglieder. Draußen vor der Kirche gab es Bratwürstchen und Getränke.

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