Mit Spaß bei der Sache: Die Aktiven waren bei schönstem Sonnenschein gut gelaunt bei der Arbeit. - © Maria Siggemann
Mit Spaß bei der Sache: Die Aktiven waren bei schönstem Sonnenschein gut gelaunt bei der Arbeit. | © Maria Siggemann

Verl Verler Kolpingsfamilie setzt Kartoffeln für einen guten Zweck

Kartoffelaktion: Der Erlös aus der Ernte im Herbst ist für die "Mexiko-Hilfe"

Maria Siggemann

Verl. Sonnenschein und gute Laune herrschte am Samstagnachmittag auf dem 5.000 Quadratmeter großen Acker am Strothweg, den Landwirt Heinrich Frickenstein für die Kartoffelaktion der Verler Kolpingsfamilie zu Verfügung gestellt hatte. Zahlreiche Mitglieder waren dem Aufruf zur großen Pflanzaktion gefolgt, um mit vereinten Kräften das Feld, das Heinrich Frickenstein vorweg mit seinem Trecker und einer spezieller Kartoffelsetzmaschine bearbeitet hatte, mit Setzlingen zu bestücken. Mehr als 3.500 Kilogramm der vorwiegend festkochenden Sorte "Rote Laura" und der festkochenden Sorte "Belana" mussten unter die Erde. Mit über 60 fleißigen Helfern, darunter viele Familien mit Kindern, wurde die Aktion schnell zum gut aufgelegten Familienspektakel, bei dem sogar die Kleinsten mit anpacken durften. So legten Matilda (2) und Amelie (5) zusammen mit Papa Thomas Sieg unermüdlich Erdäpfel aus ihren mitgebrachten roten Eimerchen in die Löcher. Sophia Siggemann (3) arbeitete die Knollen fleißig mit Mama Andrea aus der eigenen kleinen gelben Kinderschubkarre in die Erde. Aber auch zahlreiche ältere Kinder, Jugendliche und viele Erwachsene waren mit Spaß bei der Sache. "Wir sind froh, dass die Aktion so gut angenommen wird und sind ganz begeistert, wie viele Leute zum Helfen gekommen sind", sagte Peter Maasmeier vom Vorstand der Kolpingsfamilie zufrieden über die gelungene Zusammenarbeit der vielen Aktiven. Bereits nach gut einer Stunde hatten die emsigen Helfer ein paar tausend Setzlinge in die vorbereiteten Löcher gelegt. Das Zuschütten und Anhäufen erledigte später ein Pflug. In gut sechs Monaten hofft die Gemeinschaft auf eine reiche Kartoffelernte, denn im Oktober sollen die frisch geernteten Erdäpfel unter das Volk gebracht werden. Einen Großteil will die Kolpingfamilie direkt verkaufen. Zum Volksfest "Verler Tod" soll das restliche gesunde Knollengemüse zu schmackhaften Reibeplätzchen verarbeitet und verkauft werden. Der Erlös wird der "Mexiko-Hilfe" des Entwicklungshilfevereins des Bezirksverbandes Wiedenbrück zu Gute kommen. Bereits zum dritten Mal hat die Verler Kolpingsfamilie die Patenschaft für dieses Projekt übernommen und sich schnell entschlossen, dafür die bereits 2008 erfolgreich durchgeführte Kartoffel-Aktion zu wiederholen. "Uns ist dabei nicht nur der Erlös wichtig. Mit der Aktion können wir vor allen auch Kinder und Jugendliche einbeziehen und das Gemeinschaftsgefühl stärken", betonte Bernhard Frickenstein vom Organisationsteam. Das Projekt soll sich mit dem Setzen, über die Pflege, die Ernte und dem Einsacken der Kartoffeln durch das Jahr ziehen. Mit etwa 50 Zentner Speisekartoffelausbeute rechnet die Kolpingsfamilie im Herbst. Weitere über das Jahr verteilte Aktionen sollen noch mehr Geld für die Hilfe in Lateinamerika einbringen. Bedürftigen Menschen vor Ort soll somit ein selbstbestimmteres Leben ermöglicht werden. Der Bau eines Sportplatzes in Nicaragua ist nur ein Beispiel für ein Projekte, das mit dem Geld verwirklicht werden soll.

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