Viel Musik gehörte zum Unterhaltungsprogramm. - © Karin Prignitz
Viel Musik gehörte zum Unterhaltungsprogramm. | © Karin Prignitz

In Verl bewegt sich was: Siebtes Kneipenfestival

Karin Prignitz

Verl. Voll ist es in "Bürmanns Hof". Sehr voll. Gäste-Scharen haben sich im weiten Bereich um die Theke versammelt. Alle Tische sind besetzt. Die Laune ist bestens. "Schön kuschelig, gemütliche Atmosphäre, gute Musik", so ist der Eindruck einer Besucherin, die mit einer großen Freundesgruppe bei einem kühlen Getränk den Samstagabend genießt. Andernorts dauert es länger, bis sich die Gasträume füllen. Zum sieben Mal hat Andreas Guntermann das Verler Kneipenfestival organisiert. Dass "Carbarna, "2015" und "Kochwerk" aus ganz unterschiedlichen Gründen diesmal nicht dabei sind, die Zahl der teilnehmenden Gastronomen daher auf vier geschrumpft ist, sieht Guntermann nicht als Nachteil. Er verweist auf ein treues Stammpublikum und die nun in unmittelbarer Nähe gelegenen Orte, an denen gute Musik gehört, getanzt und geklönt werden kann. Viel Tanz unterm Discolicht Während es im Deutschen Haus seine Zeit dauert, bis sich der große Saal zu Boogie-Woogie und Rock´n Roll-Klängen füllt, zieht es Schlagerfans bereits frühzeitig in das "Bierhaus Verl Inn". Maria Rodrigues Dias-Buchholz, Angelika Fink und andere haben es sich dort gemütlich gemacht. "Wir wollen die schönen Momente des Lebens genießen", beschreibt Maria Rodrigues Dias-Buchholz ihre Motivation, um sich gleich darauf fröhlich zur Musik der DJs "Frank und Frank" im glitzernden Discolicht zu drehen. Michael Claren und Sandra Freitag haben zwischendurch ebenfalls eine kleine Freifläche gefunden und tanzen zu altbekannten Hits. "Sehr gut, dass es Leute gibt, die etwas in Verl bewegen", lobt Claren. Dass sich diesmal drei Gastronomen weniger beteiligen, sieht er durchaus mit Sorge. "Ich hoffe, dass das Kneipenfestival im kommenden Jahr wieder stattfindet." Dass die Menschen zusammenkommen, dass sich die Generationen mischen, "das ist doch das Wichtige", findet der Verler. Eine halbe Stunde später ist er gegenüber bei "Kampwirth" zu finden, um den Auftritt von "Wohnzimmer Soul" nicht zu verpassen. Ein bisschen später als geplant beginnen die Musiker dort. Der Stimmung tut das jedoch keinen Abbruch. Denn Frontmann Marc Tecklenborg versteht es wie kein anderer, das Publikum mit einzubeziehen. Etwa dann, wenn er ein Lied aus der Heimat anstimmt und alle lauthals "Heiner" brüllen. Silke Bischoff kennt und schätzt das Kneipenfestival. Deshalb hat die Grundschullehrerin das Treffen mit ihren einstigen Studienkolleginnen Silvia Ahad aus Osnabrück Stefanie Isenbeck aus Bönen kurzerhand dorthin verlegt. "Das hier ist unsere erste Station", drei weitere werden an diesem Abend folgen.

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