Verl Erstkommunion wird wegen Sanierungsarbeiten verlegt

Weil die Arbeiten in der St. Judas-Thaddäuskirche nicht rechtzeitig abgeschlossen sind, wird der Festgottesdienst zur Erstkommunion verlegt

Natalie Gottwald

Verl-Sürenheide. Eigentlich sollte sie zum Osterfest fertig sein und der erste Gottesdienst sollte sogar schon am Palmsonntag, 25. März, in der neu gestalteten St. Judas-Thaddäuskirche stattfinden. Doch daraus wird nichts. Auch die 20 Kommunionkinder, die am Weißen Sonntag, 8. April, hier ihre Erstkommunion feiern sollten, sind von Verzögerungen bei der Sanierung betroffen. "Grund dafür waren die klimatischen Bedingungen, die wir vor allem im Monat Dezember hatten. Der Boden in unserer Kirche trocknete einfach nicht, so dass die Handwerker ihre Arbeit über einen längeren Zeitraum nicht fortsetzen konnten", erklärt Pfarrer Markus Korsus, der die Erstkommunion leiten wird. Denn stattfinden wird diese natürlich. Die Kinder und ihre Familien und Gäste haben nämlich sozusagen Kirchenasyl in St. Maria Immaculata in Kaunitz gefunden. Die Gottesdienste am Palmsonntag und auch zu Ostern werden - wie schon die Messen an Weihnachten - im benachbarten Pfarrheim in Sürenheide stattfinden. 180 Stühle stehen dort zur Verfügung. Die Eltern der Kommunionkinder hatten allerdings im Vorfeld den Wunsch geäußert, in die Kirche nach Kaunitz ausweichen zu wollen. Und das habe jetzt auch geklappt, sagt Korsus. In Kaunitz sind die Familien und Gäste unter sich In Kaunitz werden die Familien und Gäste der Kommunionkinder auf jeden Fall in feierlichem Rahmen unter sich sein. Denn nach der neuen Gottesdienstordnung, die ab April 2018 gilt, gibt es sonntags in St. Marien keine regulären Messen mehr. Hintergrund der Reduzierung der Messen pro Wochenende im Pastoralen Raum mit den insgesamt acht katholischen Kirchengemeinden in Verl und Schloß Holte Stukenbrock von bislang 14 auf 12 ist die ebenfalls reduzierte Zahl der Priester (die NW berichtete). Einen genauen Termin, wann die St. Judas-Thaddäuskirche fertig gestellt sein wird, konnte Markus Korsus auch jetzt noch nicht nennen. "Voraussichtlich wird es Mitte Mai, aber festlegen können wir uns auch da nicht. Denn Arbeit für die Handwerker gibt es derzeit am Markt ohne Ende." Dennoch hoffe man natürlich, so bald wie möglich in die schöne renovierte Kirche einziehen zu können. Die Kirche St. Judas Thaddäus wurde im Jahr 1954 erbaut. Die Umbauarbeiten sind umfangreich. Der gesamte Bodenbelag wird erneuert - in der Mitte des Innenraums wird Parkett verlegt, außen herum Natursteinboden. Der massive Stein-Altar wird aus dem Chorraum ein Stück nach unten versetzt und rückt so näher an die Gottesdienstbesucher heran. Das Lichtkonzept und die Heizungsanlage werden außerdem erneuert und eine automatisch öffnende Haupttür wird installiert, die vor allem Rollstuhlfahrern zugute kommen wird. Außerdem wird eine Betkapelle innerhalb der Kirche errichtet. Zusätzlich werden Sakristei und Außentreppe saniert.

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