M-Springen: Am Sonntag gewann der für Rietberg-Druffel startende Jan-Henrik Oestersandforth auf dem Deutschen Sportpferd Comexx. - © Markus Schumacher
M-Springen: Am Sonntag gewann der für Rietberg-Druffel startende Jan-Henrik Oestersandforth auf dem Deutschen Sportpferd Comexx. | © Markus Schumacher

Verl Jan-Henrik Oestersandforth gewinnt großen Preis von Verl

Ruhe und Nervenstärke bringen den Erolg

Markus Schumacher

Verl. Heimsieg für Jan-Henrik Oestersandfoth. Der Springreiter aus Verl gewann am Sonntag den Großen Preis beim Turnier des Reitervereins Verl. Der 20-Jährige sicherte sich die Prüfung der Klasse M mit Stechen auf dem neunjährigen Wallach Comexx und blieb als einziger Teilnehmer in der entscheidenden Runde ohne Fehler. "In meiner Heimatstadt zu gewinnen, ist immer etwas Besonderes", freute sich der 20-Jährige über die tolle Leistung. Zum Abschluss des dreitägigen Turniers am Lönsweg war die Reithalle bis auf den letzten Platz gefüllt. Aus dem ersten Umlauf hatten sich fünf Teilnehmer für das Stechen qualifiziert. Als erster versuchte Reinhard Lütke-Harmann aus Albersloh sein Glück und leistete sich auf Carlitos einen Abwurf in 39,02 Sekunden. Der Westenholzer Reimund Peitz leistete sich einen Zeitfehler und wurde am Ende auf dem Hannoveraner Burschi Zweiter (42,24 Sekunden). Die zweite große Hoffnung war Nadine Sielhorst (Sundern-Spexard) auf dem Oldenburger Caletto I-Sohn Cockney. Mit zwei Abwürfen wurde die in Verl wohnende Amazone Fünfter (39,12 Sekunden). Im Normalumlauf hatte Sielhorst noch die beste Zeit abgeliefert. "Ich habe alles versucht herauszuholen. Es hat einfach nicht geklappt", resümierte Nadine Sielhorst. Als vierter und vorletzter Starter zeigte dann der spätere Sieger Jan-Henrik Oestersandforth die mit Abstand beste Runde im Parcours. Ohne Fehler und in 40,82 Sekunden konnte auch der letzte noch folgende Absolvent im Stechen, der Vornholzer Alexander Rottmann (8 Fehler in 38,96 Sekunden), den Erfolg des für Rietberg-Druffel startenden Siegers nicht mehr stoppen. "Ich kann mich auf mein Pferd verlassen. Er ist in der frühen Saisonphase sehr gut in Form und hat eine Toppleistung abgeliefert", resümierte Jan-Henrik Oestersandforth. Für das erfolgreiche Paar war es in diesem Jahr der zweite Start nach dem Auftakt in Ostenland. "Vor einem Jahr konnte ich in Verl nicht starten, weil ich mir einen Finger gebrochen hatte. Jetzt freue ich mich natürlich über meinen ersten Sieg in dieser Klasse in Verl", sagte Oestersandforth, der mit Ruhe und Nervenstärke am Ende ganz oben auf dem Treppchen stand. Das M-Springen nach Zeit am Samstag gewann Alexander Rottmann auf dem im Rheinland gezogenen Wallach Cadeau nach einer Nullrunde in 59,93 Sekunden vor Jan-Henrik Oestersandforth und Comexx (0/60,11). Die starken Leistungen der gastgebenden Dressurreiter wurden mit dem Erfolg von Anja Lammert in der Dressurprüfung der Klasse L auf Trense unterstrichen. Die Lokalmatadorin, die erst in der vergangenen Woche ihre Ausbildung zum Trainer-C erfolgreich absolviert hatte, siegte auf dem 14-jährigen Wallach Iguacu mit der Wertnote von 6,8. Zweite wurde Kirsten Kleinegrauthoff (Schloß Holte) auf dem sechsjährigen Westfalen Lang Lang (6,6) vor der Rietbergerin Anja Deppe auf Fine Royal (6,5.). Die Mannschaftsdressur der Klasse A entschied das Team Verl II mit Lisa-Marie Hericks, Jennifer Hülsmann, Bianca Merkwitz und Laura Trampe mit dem Gesamtergebnis von 29,30 Punkten zu ihren Gunsten. Zweiter wurde Ostenland (29,10) vor Verl III (28,70). Das Mannschaftsspringen gewann Schloß Holte vor Delbrück und Steinhagen.

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