Stolz: Liane (2), Dario (3) und Leonie (2, v. l.) haben alle Spiele erfolgreich absolviert und am Ende große Urkunden erhalten. - © Karin Prignitz
Stolz: Liane (2), Dario (3) und Leonie (2, v. l.) haben alle Spiele erfolgreich absolviert und am Ende große Urkunden erhalten. | © Karin Prignitz

Verl Naturwissenschaftliche Projektwoche in der DRK-Kita in Verl

Projekt: Die Kinder haben in einer Woche viel über Mengenverhältnisse, Licht- und Magnetarchitektur gelernt. Trainiert haben sie auch das Gruppenspiel

Karin Prignitz

Verl. Das Jahr ist noch jung, "aber diese Woche war bereits der Jahreshöhepunkt", vermutet Erzieherin Christine Willmann. Sie und ihre Kolleginnen haben mit den 65 Kinder, die die Kindertageseinrichtung (Kita) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) an der Arndtstraße besuchen, "eine sehr wertvolle Aktionswoche erlebt". Vor allem eines haben alle Seiten verinnerlicht: "Kinder lernen nur voneinander, wenn sie lernen miteinander etwas zu bewegen." Im Kindergarten werde der Grundstock dafür gelegt, betont Reinhard Stückerjürgen vom gleichnamigen Workshop-Team aus Rietberg-Varensell, das seit Kurzem auch mit dem Kreis Gütersloh zusammenarbeitet. Gemeinsam mit seinem Sohn Fabian und Nina Marhofen hatte der 51-Jährige während einer Aktionswoche Workshops mit naturwissenschaftlichen Inhalten angeboten, die von der Lichtarchitektur bis zur Sandwanne reichten. Den krönenden Abschluss der Woche bildet eine Projektpräsentation. Möglichst hoher Turm wird gebaut Auf einem Teppich im Eingangsbereich der Kita bauen Kinder, Väter und Mütter gemeinsam mit hölzernen Schrägstaplern in unterschiedlichen Formen und Farben einen möglichst hohen Turm. "56 ist bislang die Höchstleistung", erzählt Reinhard Stükerjürgen, der mit seinem Team jährlich rund 1.800 Einzelworkshops sowie 45 Aktionswochen in unterschiedlichen Bereichen anbietet. "Wir sind nur die Ideengeber, die Erzieherinnen setzen es pädagogisch um." Ziel sei es, das Erlernte individuell einzubinden. Gewissenhaft schüttet Melisa rote Badewasserfarbe millimetergenau in einen durchsichtigen Behälter, daneben stehen größere und kleinere Reagenzgläser, dicke und dünnere Behältnisse. Das Spiel mit dem Wasser, die Kinder lieben es und lernen ganz nebenbei etwas über Mengen, Oberflächenspannung und Wasserwirbel. Einer der Kita-Räume ist abgedunkelt. Emilian, Oskar, Magdalena und Wiktoria bauen mit Lichtbausteinen eine Stadt für Pinguine. Lichtquellen gibt es auch unter zwei Sandwannen, in denen kreative Bilder entstehen. Konzentration, Ausdauer, Formverständnis und Motorik werden angesprochen. Die Jüngsten befördern Bauklötze auf eine Rampe Mit Magnetklötzen können Würfel, Türme und Fantasiegebilde gestaltet werden. Die Jüngsten befördern Bauklötze auf einer Rampe, für die Älteren gibt es den Licht-und-Schatten-Workshop.130 Kita-Kinder, Eltern, Geschwister und Großeltern haben sich angemeldet. "Wir freuen uns, dass es so gut angenommen wird", sagt Christine Willmann. Reinhard Stükerjürgen ergänzt: "Wir wollen, dass Eltern ein Gefühl dafür bekommen, wie man mit Kindern Dinge erfahren kann." Was man nicht fördere, das bleibe auf der Strecke. Dem Workshop-Team liegt vor allem daran, zu zeigen, "wie man in einer großen Gruppe gemeinsam spielt". Diese Erfahrung könne dann in die Grundschulzeit mitgenommen werden. "Wir wollen Brücken bauen", betont der Betriebswirt. Projekt "Haus der kleinen Forscher" Durchgeführt werden konnte das spannende Projekt im zertifizierten "Haus der kleinen Forscher", weil sich die Gütersloher Osthushenrich-Stiftung finanziell beteiligt hat. Von den insgesamt 4.500 Euro für die Aktionswoche hat die Stiftung einen Betrag von 2.400 Euro übernommen. Den Rest stemmen der Träger und die Eltern. Seit ihrer Gründung vor knapp zwölf Jahren fördert die Stiftung die Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen in Ostwestfalen.

realisiert durch evolver group