Stimmen sich ein: Die von Hans-Josef Piepenbrock (vorne l.) geleiteten Musiker des Showorchesters der Westfalia Big Band treffen sich zur intensiven Probenarbeit in Verl. Voran geht ein Fotoshooting mit Outfits, die zu den jeweiligen Stücken passen. - © Karin Prignitz
Stimmen sich ein: Die von Hans-Josef Piepenbrock (vorne l.) geleiteten Musiker des Showorchesters der Westfalia Big Band treffen sich zur intensiven Probenarbeit in Verl. Voran geht ein Fotoshooting mit Outfits, die zu den jeweiligen Stücken passen. | © Karin Prignitz

Verl Westfalia Big Band geht auf große Deutschlandtournee

Im März 2019 gibt es ein Doppelkonzert im Gütersloher Theater

Karin Prignitz

Verl. Temporeiche Auftritte, unglaubliche Spielfreude, grenzenlose Leidenschaft für die Musik, Gags und so manche Überraschung: Aus diesen Komponenten ist das Erfolgsrezept der Westfalia Big Band gemixt. Das vom Verler Hans-Josef Piepenbrock geleitete Showorchester wird ab Februar 2018 auf große Deutschlandtournee gehen und unter dem Motto "Berlin, Berlin!" swingende Konzerte von Lübeck über Berlin bis Oberstdorf servieren. Mehr als 20 Termine stehen bereits fest. "Kaum eine andere professionelle Formation in unserer Größenordnung kann so einen vollen Tourkalender vorweisen", berichtet Sebastian Stuckmann aus dem Bandmanagement. Mittlerweile stehe fest, dass auch die heimischen Fans in den Genuss kommen, die Big Band live erleben zu können. Sie müssen sich zwar noch ein wenig gedulden, dafür wird es am 30. und 31. März 2019 aber ein Doppelkonzert im Gütersloher Theater geben. Die Qualität der Westfalia Big Band hat sich längst über die deutschen Grenzen hinaus herumgesprochen. Hans-Josef Piepenbrock bestätigt: "Es gibt sogar eine Anfrage aus China." Eine Big Band zu gründen, das war von Jugend an der große Traum des 57-Jährigen. Den Grundstein legte er als zweiter Dirigent des Jugendorchesters im Musikverein Verl in der Amtszeit von Josef Schulke. "Aus dieser Keimzelle heraus habe ich mit 20 Jahren die erste Big Band zusammengestellt", erzählt der Bandleader, der die Musiker mit seiner Begeisterungsfähigkeit und seinem Perfektionismus zu einem immer höheren musikalischen Level führte. "Das erste Konzert hatten wir im April 1980 im Kaunitzer Pfarrzentrum." Schon vier Jahre später füllte das Showorchester die Ostwestfalen-Halle mit 2.000 Besuchern. "Ursprünglich bestand die Big Band nur aus Amateuren, heute zur Hälfte aus Profimusikern." Dazu gehören auch Sänger Philipp Lang aus Berlin, der das Vokalensemble um Susan Bremer (Hannover) und Frank Behrens (Braunschweig) auf der Tour bereichern wird. Zwischen Weihnachten und Neujahr haben sich die rund 25 Musiker und Techniker zu einer abschließenden intensiven Probenphase im Pädagogischen Zentrum Verl getroffen. Letzte musikalische Details wurden erarbeitet, Showelemente einstudiert, licht- und tontechnische Abläufe geklärt. Konzertpremiere der neuen Tour wird am 3. Februar in Lübeck-Travemünde sein. Zuvor wird es im Januar die traditionelle Fernsehproduktion mit dem WDR in der Halle Münsterland geben. Die Idee, sich thematisch mit der Stadt Berlin zu beschäftigen, kam Hans-Josef Piepenbrock bereits vor eineinhalb Jahren. "Die vielfältige und internationale Kultur Berlins, besonders in musikalischer Hinsicht, hat immer schon einen besonderen Reiz auf mich ausgeübt", erzählt der Bandleader, "da inzwischen auch zwei meiner Musiker aus Berlin kommen, habe ich mich entschlossen, dieser faszinierenden Stadt ein komplettes Tourprogramm zu widmen." Dabei beschränke sich das Programm längst nicht nur auf Berliner Melodien, sondern es wird eine musikalische Reise von Berlin aus in die ganze Welt geben. Fester Bestandteil ist dabei das swingende Element mit dem Sound der großen Swing-Legenden wie Glenn Miller, Harry James oder Oliver Nelson. Darüber hinaus garantieren die Gesangssolisten ein äußerst vielfältiges Vokalprogramm aus nahezu 100 Jahren Popgeschichte - darunter eine Hommage an Roger Cicero oder die Shows von Tina Turner, den Blues Brothers und Frank Sinatra. Mit dabei sein werden mit Fabian Rademacher, Frank Böttcher, Julian Kay, Johannes Bromberg, Sebastian Stuckmann und dem Bandleader selbst sechs Verler.

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