Bürger beklagen die fehlende Beleuchtung des Geh- und Radweges an der Bundesstraße 68. - © FOTO: F. JASPER
Bürger beklagen die fehlende Beleuchtung des Geh- und Radweges an der Bundesstraße 68. | © FOTO: F. JASPER

Steinhagen Politik lässt Anwohner (noch) im Dunkeln

Bauausschuss vertagt Entscheidung zur Straßenbeleuchtung an der B 68 / Geld für Mühlenstraße bereitgestellt

Steinhagen (fja). Der Haushaltsplanentwurf für 2013 hat jetzt auch den Bauausschuss passiert. Einig war sich die Politik, dass Geld für die Sanierung der Mühlenstraße bereitgestellt wird. Auch die Anschaffung einer neuen Kehrmaschine blieb unstrittig. Die Entscheidung für eine Geh- und Radwegbeleuchtung entlang der B 68 in Amshausen wurde jedoch vertagt.

Wie berichtet, musste die Straßenbeleuchtung an der Bundesstraße im Sommer demontiert werden, weil an einigen Holzmasten Fäulnis festgestellt wurde. Ein Ersatz war zunächst nicht in Planung. Nach einem Bürgerantrag von Helmut Strakeljahn liegen jetzt drei Varianten auf den Tisch, mit denen Licht ins Dunkel gebracht werden könnte. Die Teuerste steht nicht mehr zur Diskussion.

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282.000 Euro für eine beidseitige Beleuchtung auf 1.500 Metern sind nicht mehrheitsfähig. Die CDU wirbt für Variante 2. Dabei werden Richtung Halle linksseitig auf einer Länge von 1.500 Metern Laternen aufgestellt. Kostenpunkt: 139.000 Euro. "Viele Bürger haben kein Verständnis dafür, dass für die Straßenlaternen kein Ersatz geschaffen worden ist", sagte Jürgen Kies (CDU) und wies darauf hin: "Im Winterhalbjahr ist es morgens noch dunkel, wenn Schüler hier entlanggehen müssen."

Roland Albersmann von der SPD warnte davor, an der B 68 einen Präzedenzfall zu schaffen. "Wir haben am Oberen Steinweg und an der Langen Straße ähnliche Situationen." Die SPD favorisiert bislang die günstigste Variante. Dabei würden lediglich die Einmündungsbereiche der Stichstraßen beleuchtet. Diese Option könnte mit 16.500 Euro realisiert werden.

Auch die Grünen drücken auf die Kostenbremse: "Man möchte es gerne haben, aber es muss bezahlbar bleiben", mahnte Hartmut Düfelsiek zur Sparsamkeit. Weil im Bauausschuss keine Einigung erzielt wurde, soll im Haupt- und Finanzausschuss am 6. Dezember eine Entscheidung getroffen werden. 465.000 Euro für die Sanierung der Mühlenstraße. Einigkeit herrscht über die Sanierung eines Teilbereichs der Mühlenstraße. Dafür stehen im Haushalt 465.000 Euro zur Verfügung. Die Erneuerung des Gehweges und der Bordsteine sind in dieser Summe inbegriffen.

Von den 465.000 Euro müssen nach Vollendung der Sanierungsmaßnahme etwa 176.000 Euro von den Anliegern kassiert werden. Laut Marco Bloy vom Bauamt kommen auf die Bürger frühestens 2014 Kosten zu. Wie viel jeder Einzelne zu zahlen hat, muss die Bauverwaltung dann ausrechnen. Dabei spielen die Größe des Grundstücks, die Geschossigkeit des Hauses und die Art der Nutzung eine Rolle. Die CDU empfahl dem Ausschuss in ihrem Antrag bereits jetzt Geld für einen geplanten Kreisverkehr an der Kreuzung Brockhagener Straße / Hilterweg / Austmannshof bereitzustellen. Und zwar für kommendes Jahr 20.000 Euro für Planungskosten und für 2014 Baukosten in Höhe von 250.000 Euro. Diesem Vorschlag folgten die Mitglieder im Bauausschuss einstimmig. Mit dem Kreisverkehr soll die Kreuzung sicherer werden. Das Verkehrsaufkommen am Hilterweg hat in der Vergangenheit immer mehr zugenommen.

Außerdem dürften mit Fertigstellung der A-33-Anschlussstelle an der Bielefelder Straße auch auf der Brockhagener Straße mehr Autos fahren. Wie Bauamtsleiter Stephan Walter mitteilte, hat der Kreis Gütersloh keine Einwendungen gegen einen Kreisverkehr an der Stelle; der Landesbetrieb Straßen.NRW habe sich dazu noch nicht geäußert. Geld für die Anschaffung einer Kehrmaschine, die von Bauhof und Feuerwehr genutzt werden kann, wurde ebenfalls bewilligt.

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