Steinhagen/Halle Haft für Automatenknacker

Zusammen mit zwei Komplizen war der Harsewinkeler eingebrochen

Steinhagen/Halle (Lüho). Weil er am 31. März 2010 in eine Steinhagener Spielhalle eingebrochen war, verurteilte das Amtsgericht Halle einen 37-jährigen Harsewinkeler jetzt zu fünf Monaten Freiheitsentzug.
Mit zwei Komplizen war der Mann nachts in die Spielhalle eingestiegen. Mit einem Werkzeug hatten die Täter ein Fenster zum Schankraum aufgehebelt.
Aus von der Polizei abgehörten Telefongesprächen ging hervor, dass das Trio eine Beute von 50.000 aus den Spielautomaten erwartete, die man brüderlich zu teilen gedachte.

Mit einem Funkscanner sollte der Polizeifunk abgehört werden, um sich vor unliebsamen Überraschungen abzusichern.
Doch die Einbrecher hatten die Rechnung ohne die Alarmanlage gemacht, die ihres Amtes waltete, nachdem der erste Automat aufgebrochen und um 400 Euro erleichtert worden war.
Die Diebe flüchteten daraufhin. Aufgrund der aufgezeichneten Telefongespräche konnte die Polizei die Täter trotzdem ermitteln. Nachdem der 37-Jährige, der sich jetzt vor Gericht verantworten musste, vor Polizei und Staatsanwaltschaft seine Tat bestritten hatte, war er nun halbwegs geständig.

Sein Kerbholz wies allerdings 15 Vorstrafen aus, davon zehn einschlägig. Für die Tat vom März 2010 beantragte der Staatsanwalt fünf Monate Freiheitsstrafe.
Da der Mann aber zurzeit eine Verurteilung von einem Jahr wegen einer älteren Strafsache absitzt, wurden beide Urteile zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten zusammengefasst. Die Komplizen des Harsewinkelers werden in einem getrennten Verfahren verfolgt.

Anzeige

Copyright © Neue Westfälische 2016
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Teilen
Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

Anzeige
realisiert durch evolver group