Steinhagen Schnapsidee aus Steinhagen

Eigenmächtige Aktion des stellvertretenden Bürgermeisters

Steinhagen (jgw). Skurril: Steinhagens stellvertretender Bürgermeister hat auf einem Kreisverkehr in Steinhagen (Kreis Gütersloh) eine überdimensionale Schnapsflasche aufgestellt. Die eigenmächtige Aktion von Gerhard Goldbecker (CDU) birgt einigen Zündstoff. Nur vier Tage zuvor hatte Bürgermeister Klaus Besser (SPD) in einem Ausschuss des Gemeinderates erläutert, dass der Landesbetrieb Straßenbau genau so etwas nicht dulden würde. Straßen NRW hält die Verbindung von Alkohol und Straßenverkehr für unangemessen. Andreas Meyer, Leiter der Regionalniederlassung Ostwestfalen-Lippe, wird Goldbecker am Dienstag auffordern, die Flasche bis zum Ende der Woche zu entfernen. Goldbecker will mit dem ortstypischen Symbol für die Gemeinde werben. Steinhagen war viele Jahre für seine Schnapsbrennereien bekannt. Der "Steinhäger" hat hier seine Heimat. Ein solches Symbol würde den Ortseingang der 20.000-Einwohner-Gemeinde verschönern, meint er. Schließlich habe der Steinhäger den Ort bekannt gemacht. "Ich möchte Steinhagen nicht auf ein Schnapsdorf reduzieren", sagt Bürgermeister Besser. Außerdem: "Das ist ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr." Goldbecker bereut den Schritt nicht. "Ich habe hundert E-Mails bekommen. Alle positiv."

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