Alles voller Öl: Die Fahrbahn der A 33 war durch die Hydraulikflüssigkeit großflächig verschmutzt worden. - © Sonja Faulhaber
Alles voller Öl: Die Fahrbahn der A 33 war durch die Hydraulikflüssigkeit großflächig verschmutzt worden. | © Sonja Faulhaber

Steinhagen LKW-Auflieger kracht in Brücke auf der A33-Baustelle

Hydraulikstempel des Aufliegers hatte sich in der Brückenkonstruktion verkeilt.

Sonja Faulhaber

Steinhagen. Manchmal hat ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit fatale Folgen. So geschehen am Donnerstag kurz nach 13 Uhr in der Baustelle auf der A33. Ein Lastwagen mit Auflieger schüttete in der Nähe der Brücke Bahnhofstraße in Fahrtrichtung Bielefeld Schotter für die Fundamente der Lärmschutzwand ab. Nach getaner Arbeit fuhr der Mann in Richtung Halle auf der Autobahn los – ohne zu bemerken, dass sein Auflieger noch ausgefahren war, das berichtet das Haller Kreisblatt am Donnerstagabend. Die Fahrt des unaufmerksamen Mannes endete jäh, als er unter der Bahnhofstraße die Brücke passieren wollte. Mit Schwung blieb der Auflieger an der Brücke hängen, der Hydraulikstempel riss und verkeilte sich an zwei Stellen. Das obere Teil bohrte sich in das Geländer, das untere Teil schob sich unter die Decke und verkeilte sich dort. Sowohl die Fahrbahn der A33 als auch Teile der Brückenfahrbahn wurden bei dem Unfall mit Hydraulikflüssigkeit verschmutzt. Der Landesbetrieb Straßen.NRW und der Bauhof der Gemeinde waren vor Ort, um das Öl abzubinden und zu entsorgen. Auf der Brücke führte dies zeitweise zu kleineren Staus in beide Richtungen. Um den senkrecht stehenden Auflieger zu befreien, benötigten die Männer vor Ort einen Autokran. Zum Glück war ein solcher ganz in der Nähe auf einem anderen Autobahnabschnitt im Einsatz und konnte innerhalb von einer Stunde am Unfallort sein. Doch schnell stellte sich heraus, dass der Kran nicht reichte, um die Situation zu entschärfen, denn der Hydraulikstempel im Geländer saß so fest, dass er erst mit einem Schneidbrenner herausgeschnitten werden mussten, bevor der Auflieger, am Kran hängend, wieder Richtung Boden gelassen werden konnte. Insgesamt dauerte die Aktion bis nach Einbruch der Dämmerung. Der Brückenbau-Sachverständige Stefan Großpietsch von Straßen.NRW begutachtete während der Bergung die Brücke, um mögliche Schäden durch den Unfall zu entdecken. Er konnte jedoch im Anschluss Entwarnung geben. Es sei an der Seite lediglich Beton abgesplittert, größere Schäden am Bauwerk konnte er nicht feststellen. Ein Teil des Geländers jedoch muss erneuert werden, denn dieses ist durch den Aufprall völlig verbogen.

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