Operativ interessant Exklusiv: Die Stasi versucht Anfang der 70er Jahre, einen Studenten aus Verl anzuwerben. Er nimmt auch eine Reise nach Ostberlin an. Als die Stasi ihn mit einem falschen Reisepass ausstatten will, wird ihm die Angelegenheit zu heiß. Im NW-Interview erklärt der damalige Student die ganze Geschichte. - © Patrick Menzel
Operativ interessant Exklusiv: Die Stasi versucht Anfang der 70er Jahre, einen Studenten aus Verl anzuwerben. Er nimmt auch eine Reise nach Ostberlin an. Als die Stasi ihn mit einem falschen Reisepass ausstatten will, wird ihm die Angelegenheit zu heiß. Im NW-Interview erklärt der damalige Student die ganze Geschichte. | © Patrick Menzel

Verl Früherer Verler Student wurde von der Stasi angeworben

Er entkam aus dem Spionage Netzwerk

Verl. Eigentlich wollte der BWL-Student Nikolaus B. aus Verl (Name geändert) im November 1972 nur seinen Onkel in Karl-Marx-Stadt besuchen. Doch ein Einreiseantrag für sich und seine damalige Freundin wurde abgelehnt: "Nur nahe Verwandte erhalten ein Besuchsvisum", hieß es damals. Die Stasi bekam Wind von der Sache. Junge Leute aus der BRD waren als potenzielle Spitzel interessant. Also half ein Mitarbeiter aus der Stasi-Bezirksverwaltung in Karl-Marx-Stadt mit einem Visum. Es war der erste Schritt eines Anwerbeversuchs, erzählt Nikolaus B. im NW-Interview. Wie trat der Stasi-Agent an Sie und ihre Freundin heran, damals im Jahre 1972? Nikolaus B.: Wir waren kurz nach den Weihnachtstagen ganz regulär mit unserem Besuchsvisum im Zug in Karl-Marx-Stadt angekommen. Mein Onkel erzählte uns abends, dass sich für den nächsten Tag ein gewisser Rolf K...

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