Luftaufnahme: der Rastplatz Gütersloh in den 60er Jahren. Schon damals dürften hier Spione der Stasi gewirkt haben. - © Stadtarchiv
Luftaufnahme: der Rastplatz Gütersloh in den 60er Jahren. Schon damals dürften hier Spione der Stasi gewirkt haben. | © Stadtarchiv

Gütersloh Stasi-Agenten spitzelten am Rastplatz Gütersloh

Die Staatssicherheit befürchtete, dass DDR-Kraftfahrer von westlichen Geheimdiensten 
angeworben werden könnten

Gütersloh. Tausende Kraftfahrer aus aller Welt halten in den 80er Jahren am Rastplatz Gütersloh, um sich von den Strapazen langer Fahrten zu erholen. Die A2 ist als verlängerte Transitstrecke damals die wichtigste Ost-Westachse für den Verkehr zwischen den beiden deutschen Staaten. Hier kehren deshalb auch viele Kraftfahrer aus dem Ostblock ein. Für den Staatssicherheitsdienst der DDR Grund genug, den Rastplatz unter strenger Beobachtung zu halten. Dass westliche Agenten Kontakt zu DDR-Kraftfahrern aufnehmen könnten, sorgt die Stasi besonders. Nicht ganz unbegründet. „Das war eine Methode westdeutscher Geheimdienste", weiß Georg Herbstritt, Historiker bei der Stasi-Unterlagenbehörde in Berlin. „Deren Mitarbeiter sprachen Berufskraftfahrer aus der DDR an, um Informationen von ihnen zu bekommen...

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