Bringfried Schubert hat als Lehrer in der DDR und später im Sozialwerk Stukenbrock seine leidvollen Erfahrungen mit der Stasi gemacht. Seinen Sozialwerks-Ausweis zeigt er vor dem Gebäude, indem früher die Flüchtlinge entlaust wurden. - © Horst Biere
Bringfried Schubert hat als Lehrer in der DDR und später im Sozialwerk Stukenbrock seine leidvollen Erfahrungen mit der Stasi gemacht. Seinen Sozialwerks-Ausweis zeigt er vor dem Gebäude, indem früher die Flüchtlinge entlaust wurden. | © Horst Biere

Schloß Holte-Stukenbrock Stasi-Netz im Stukenbrocker Flüchtlingslager

Diakon Bringfried Schubert ist Kenner der „Firma“ – auf Seiten der DDR wie auch der 
Stasi-Machenschaften im Westen / Er war Lehrer und Diakon im Sozialwerk Stukenbrock

Schloß Holte-Stukenbrock. „Stasi-Agenten saßen überall in Westdeutschland – in Ämtern, Kirchen, sozialen Einrichtungen und in Unternehmen", sagt Bringfried Schubert. Der Diakon und Deutschlehrer aus Schloß Holte-Stukenbrock hat die Machenschaften der „Firma" auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs erlebt. Der Zeitzeuge war Überwachter der Staatssicherheit in der DDR und erlebte die Spitzeltätigkeit später in der Bundesrepublik. Bringfried Schubert gehörte zur damals noch geduldeten CDU in der DDR in den 1950er Jahren. „Wir waren die Blockflöten damals im Arbeiter- und Bauernstaat", erzählt er lächelnd. „Blockflöten" wurden sie genannt – die unerschrockenen Parteimitglieder, die in der DDR nicht der SED sondern einer anderen erlaubten „Blockpartei" wie der CDU angehörten. Natürlich wurden sie argwöhnisch beobachtet...

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