Auswahl: Sebastian Daniel bietet an seinem Obst- und Gemüsestand frische Produkte an. In der Weihnachtszeit haben die Kunden vor allem nach Orangen, Rotkohl, Feldsalat und Äpfeln verlangt. Bananen und Tomaten gehen immer. - © Karin Prignitz
Auswahl: Sebastian Daniel bietet an seinem Obst- und Gemüsestand frische Produkte an. In der Weihnachtszeit haben die Kunden vor allem nach Orangen, Rotkohl, Feldsalat und Äpfeln verlangt. Bananen und Tomaten gehen immer. | © Karin Prignitz

Schloß Holte-Stukenbrock Fragen-Domino: DRK-Geschäftsführer befragt Obst- und Gemüsehändler

Sebastian Daniel erzählt, warum eine alte Dame wieder Grund hat, sich schick zu machen. Und welches die Vorteile der Selbstständigkeit sind

Karin Prignitz

Schloß Holte-Stukenbrock. Fragen, die sie immer schon einmal loswerden wollten, stellen Schloß Holte-Stukenbrocker anderen Bürgern der Stadt. Diesmal möchte Jürgen Engelns so einiges von Sebastian Daniel erfahren. Du stehst jeden Dienstag und Freitag bei Brei's. Was machst Du da? Sebastian Daniel: Ich verkaufe dort frisches Obst und Gemüse. Kannst Du von netten Anekdoten mit Deinen Kunden berichten? Daniel: Jeden Samstag kommt eine ältere Dame aus dem Cara-Vita-Altenheim. Sie sagt, seitdem ich mit meinem Stand jeden Samstag bei Antpöhler stehe, hat sie einen Grund, sich wieder schick zu machen. An wie vielen Standorten kann man Dich finden und wo? Daniel: Ich stehe dienstags und freitags auf dem ehemaligen Brei-Gelände in Schloß Holte von 8 bis 15 Uhr. Mittwochs bin ich von 6 bis 13 Uhr in Augustdorf vor dem Rathaus, donnerstags in Oerlinghausen am Löschdepot von 6 bis 13 Uhr und samstags beim Schreibwarengeschäft Antpöhler von 6 bis 14 Uhr. Was ist in der Weihnachtszeit am meisten gekauft worden? Daniel: Also, am allermeisten werden zu dieser Zeit Rotkohl, Feldsalat, Äpfel, Clementinen und Orangen verkauft. Wie lange bist Du schon im Verkauf tätig? Daniel: Seit circa 20 Jahren. Und wie lange bist Du schon selbstständig? Daniel: Seit dem 15. Oktober 2015. Welches sind die Aufgaben, die man als Selbstständiger jeden Tag erledigen muss? Daniel: Es fängt morgens mit dem Aussuchen der besten Ware und natürlich der besten Qualität an. Weiter geht es damit, pünktlich aufgebaut auf dem Markt zu stehen. Immer nett und freundlich in den Verkaufsgesprächen zu sein, das gehört natürlich auch dazu. Was treibt Dich an, jeden Morgen so früh aufzustehen, wie es Markthändler nun mal tun müssen? Daniel: Mich erfreut es jeden Morgen, die Kunden mit frischem Produkten zu versorgen. Ich liebe es, mit Menschen zusammen zu sein. Du warst früher Angestellter. Was macht den Unterschied aus? Daniel: Ich brauche mich nicht mehr von einem Kameltreiber fertigmachen zu lassen. Ich kann mich jetzt einfach frei entfalten. Und ich muss keinem Chef mehr den Hintern nachtragen. Bist Du verheiratet und hast Kinder? Daniel: Ich bin mit meiner Frau im Januar zehn Jahre sehr glücklich zusammen und drei Jahre davon verheiratet. Kinder sind in Planung. Du wohnst hier in Schloß Holte-Stukenbrock. Kannst Du Dir vorstellen, von hier wegzuziehen? Daniel: Also momentan nicht. Es ist sehr schön, hier zu leben. Wie sieht Urlaub bei Dir aus. Und wo verbringst Du diesen? Daniel: Für Urlaub bleibt so gut wie keine Zeit, aber wenn sie es doch erlaubt, bin ich sehr gerne in der Türkei. Zuletzt erschienen Hausmeister Wigbert Fockel, Feuerwehrmann Konrad Esser, Stadtführer Otmar Lüke, der syrische Flüchtling Ahmad Jnneid, Immobilienmakler Manfred Oekenpöhler, Safaripark-Chef Fritz Wurms, Jagdhornbläser Wilhelm Kipshagen sowie Agrarbetriebswirt Johannes Broeker, Brudermeister Ulrich Teipel, Hermann-Josef Brummelte, Vorsitzender des Vereins "Unser Dorf Stukenbrock-Senne", Heimatkenner Ludwig Teichmann, Verkaufsleiterin Katja Austermeier, Landfleischer Martin Busche, Lydia Joachim vom Städtischen Blasorchester, Matthias Lüke von der Schützenbruderschaft St. Michael in Liemke und Jürgen Engelns, Geschäftsführer des DRK-Ortsvereins.

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