Schloß Holte-Stukenbrock Mit Ruhe zum Erfolg

15.000 Kunden besuchen den umgestalteten Marktkauf / Positives Echo

Schloß Holte-Stukenbrock. Woher nimmt der Mann die Ruhe, fragt man sich. Ein paar Stunden vor der inoffiziellen Wiedereröffnung des Marktkaufs mit 300 geladenen Gästen, nimmt sich Dietmar Mester die Zeit, einem Redakteur der Neuen Westfälischen den Markt zu zeigen. Natürlich klingelt während des Gesprächs immer wieder das Telefon, aber Mester lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Das ist auch anderen aufgefallen, und so wird er abends während des Empfangs immer wieder für diese Charaktereigenschaft gelobt.

Darauf angesprochen meint er nur: "Ich schreibe mir vieles auf und versuche, so viel wie möglich frühzeitig zu organisieren." Das scheint anzukommen. Und zu dieser frühzeitigen Planung gehört wohl auch, den Betriebsrat so früh wie möglich mit ins Boot zu holen. Dessen Vorsitzende Heidi Metzing spricht deshalb auch von der "guten Stimmung", die in der Belegschaft von immerhin 150 Mitarbeitern herrscht. "In den ersten 14 Tagen sind viele zuhause geblieben, auch wenn einige danach ein Minus auf ihrem Arbeitszeitkonto hatten. Doch bis Weihnachten wird das locker wieder ausgeglichen."

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Genug zu tun gab es gestern, am ersten Tag der Wiedereröffnung. Bis 18 Uhr hatten mehr als 12.000 Menschen den Markt besucht. "Mehr als 15.000 Kunden werden es heute werden", sagt Mester. Und denen gefällt die neue Farbgebung – "sieht sehr edel aus" – und das neue Konzept. "Mir erscheint das Angebot reichhaltiger", sagt Petra Kühlhorn aus Sennestadt. Und ihre Schwiegermutter Inge ergänzt: "Durch die niedrigen Regale ist der Markt viel übersichtlicher geworden." Auch ihr gefällt die Farbkombination Lila/Grau.

So etwas hört Christian Bergner gern. Der gebürtige Sachse ist Projektleiter bei Edeka Rhein-Ruhr und verantwortlich für den Bereich Bau, Technik, Einrichtung. Ihm, der am Bodensee zuhause ist und eine Dienstwohnung in Duisburg, ganz in der Nähe zum Edeka-Hauptsitz in Moers hat, gefiel es in Schloß Holte-Stukenbrock ausnehmend gut. "Die Menschen hier sind freundlich und offen. Man kommt leicht mit ihnen ins Gespräch. Ich habe jetzt vier Wochen lang im Hotel "Zur Post" gewohnt und kenne schon eine Menge Stukenbrocker Geschichten." Als Bauleiter kennt er den Markt bis zur letzten Glühbirne. "Ich finde die Gestaltung sehr gelungen", sagt er und streicht über einen Pfeiler, der aussieht, wie Beton. Er ist aber verkleidet und täuschend echt angemalt.

Von einer "fast revolutionären Veränderung" sprach Bürgermeister Hubert Erichlandwehr. "Wir haben uns fast gestritten über die Außenfassade, aber wir haben einen guten Kompromiss gefunden. Die ganze Aufmachung macht die Menschen neugierig, hier reinzuschauen." Mit der Umgestaltung habe der Marktkauf Arbeitsplätze gesichert.

Jürgen Schäffler, Geschäftsführer der Neukauf Rhein-Ruhr, zu der auch der Marktkauf gehört, lobte seinen Geschäftsleiter: "Herr Mester hat den Umbau mit großer Bravour gemeistert. Er wünschte ihm viel Erfolg mit "dem schönsten Marktkauf in Schloß Holte-Stukenbrock".

Um zu zeigen, wie gut das Zusammenspiel von Marktkauf, Stadtverwaltung und Eigentümer verlief, schnitten die drei Parteien eine Riesenpizza an, die Daniel Wölke mit vier Helfern hereintrug. Zusammen mit dem Eigentümer der Immobilie, Erich-Peter Möcking, sind Beträge investiert worden, die die zweistellige Millionengrenze knapp verfehlen.

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