Schloß Holte-Stukenbrock Edler Ort zum Einkaufen

Marktkauf setzt nach Umbau auf Transparenz und kundenfreundliche Präsentation

So wie Jutta Tölke, Hikmet Üzümcü, Gerhard Bida und Christina Mathew (v. l.) arbeitet die Belegschaft mit Hochdruck für die Wiedereröffnung. Die Präsentation der Produkte zeugt vom großzügigen Umgang mit Platz. - © FOTOS: GUNTER HELD
So wie Jutta Tölke, Hikmet Üzümcü, Gerhard Bida und Christina Mathew (v. l.) arbeitet die Belegschaft mit Hochdruck für die Wiedereröffnung. Die Präsentation der Produkte zeugt vom großzügigen Umgang mit Platz. | © FOTOS: GUNTER HELD

Schloß Holte-Stukenbrock. Vier Wochen und einen Tag – so lange war der Markt wegen Umbau geschlossen. Heute öffnet er wieder seine Türen und präsentiert sich den Kunden nicht nur in neuem Glanz, sondern auch mit einem etwas geänderten Konzept. Transparenz ist angesagt und eine neue Farbensprache gibt es auch. Geschäftsleiter Dietmar Mester, der sogar am vergangenen Sonntag gearbeitet hat, ist zufrieden. "Es ist schön geworden."

Da kann man ihm nur zustimmen. Supermarkt war gestern – wer sich drauf einlässt, kann aus dem Wocheneinkauf ein Erlebnis machen. Die auffälligste und weithin sichtbarste Änderung ist der Farbwechsel. Zwar steht noch immer in grünen Leuchtbuchstaben der Name "Marktkauf" am Gebäude, doch der Untergrund ist nicht mehr grün, sondern lila. Und in grauen Buchstaben ragt in den beleuchteten Schriftzug ein "in Schloß Holte-Stukenbrock" hinein.

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Das Farbkonzept schließt auch die Einkaufswagen mit ein. Das sind keine chromblitzenden Gitterboxen mehr, sondern schwarze Wagen mit lila Griffen. Die Anmutung von edel setzt sich fort. Der Windfang ist vergrößert worden, bodentiefe Glaswände machen ihn leicht und luftig.

Sahen die Kunden früher zuerst den Zeitschriftenladen von Volker Baak, begrüßt sie der neue Marktkauf jetzt mit einer großzügig dimensionierten, klimatisierten Obst- und Gemüseabteilung. Volker Baak hat seinen Laden jetzt rechts vom Eingang – und ist damit sehr zufrieden: "Wir sind sehr gut eingebunden. Endlich zieht es nicht mehr so und durch die Fensterfront wirkt der Laden auch größer."

Die Decke über der Obst- und Gemüseabteilung ist um etwa 1,40 Meter erhöht, zum großen Teil aber wieder abgehängt worden. Wer genau hinschaut, erkennt einen stilisierten Granatapfel. Flachbildschirme an den Wänden weisen auf Angebote hin, zwischen den Regalen ist viel Platz.

In der nächsten Abteilung werden Textilien angeboten. "Auch hier haben wir viel Wert auf Dekoration gelegt", sagt Mester. Schaufensterpuppen und hübsch dekorierte Krawattentabletts, alles beleuchtet von riesigen runden Leuchten verfehlen ihre Wirkung nicht. Und auch hier wirkt durch die Kombination von weiß und grau alles sehr edel.

Dass es wieder um Lebensmittel geht, sieht der Kunde auch an der großen Milchkanne, die in einer Vitrine steht. Auffallend sind auch hier, wie überall im Marktkauf die niedrigen Regale und die breiten Gänge. "Manchmal ist weniger eben mehr", sagt Dietmar Mester, dem es wichtig ist, Transparenz und ein angenehmes Einkaufsgefühl zu schaffen.

Besonders gut gefällt Nicole Kleinerüschkamp, dass die Bedientheke nicht mehr schnurgerade verläuft. "Das war langweilig", sagt die Auszubildende zur Fleischfachverkäuferin. Auch dass die decke über dem Bedienbereich abgehängt ist, findet sie sehr schick.

Sehr wertig werden auch die Weine und Spirituosen präsentiert. Und wer nicht sicher ist, welcher Wein zu einem bestimmten Essen passt, kann sich an den elektronischen Weinberater wenden. "Das ist ein Versuch, der hier in Schloß Holte-Stukenbrock zum ersten Mal ausprobiert wird. Der Kunde kann sowohl den ausgesuchten Wein scannen und sich die Beschreibung ausdrucken lassen, er kann aber auch das Hauptgericht eintippen und sich Weinempfehlungen anzeigen lassen. Dieser Sommelier – auch wenn er elektronisch ist – scheint symbolhaft für das neue Bild des Marktkaufs zu stehen.

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