Die elf Berliner Musiker von Seeed präsentieren auf dem Serengeti-Festival ihr aktuelles Album "Seeed". Sieben Jahre mussten die Fans auf eine neue Studioauskopplung warten. - © FOTO: DPA
Die elf Berliner Musiker von Seeed präsentieren auf dem Serengeti-Festival ihr aktuelles Album "Seeed". Sieben Jahre mussten die Fans auf eine neue Studioauskopplung warten. | © FOTO: DPA

Schloß Holte-Stukenbrock Seeed zieht es in die Senne

Die ersten fünf Bands für das Serengeti-Festival sind bestätigt / Bis zu 8.000 Zeltplätze möglich

Schloß Holte-Stukenbrock. Seeed ist zurück. Nach mehrjähriger Pause stürmt die Band mit ihrem gleichnamigen Album die Hitparaden. Im kommenden Juli werden die elf Berliner Dancehall-Musiker live beim Serengeti-Festival auftreten.

Henrik Wächter vom Veranstalter Vibra Agency spricht zufrieden von einem zugkräftigen Headliner. "Seeed ist eine der prominentesten deutschen Bands." Kurz vor Weihnachten gibt die Agentur diesen "Kracher" bekannt, um das Verkaufsgeschäft zusätzlich anzukurbeln. Doch das ist kaum nötig. Die Frühbuchertickets seien stärker als im vergangenen Jahr nachgefragt worden, meint Wächter, ohne konkrete Zahlen zu nennen. "Das Serengeti etabliert sich als Marke", sagt er. Den Frühbucherrabatt können Konzertliebhaber allerdings nicht mehr ergattern. Das Zeitfenster ist geschlossen.

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Die Deutschland-Tour von Seeed ist nahezu ausverkauft, das Serengeti also eine gute und vielleicht letzte Möglichkeit, die dreifachen Echo-Gewinner live zu erleben. Mit etwa 30.000 Gästen rechnen die Veranstalter wieder an den drei Tagen im Juli (19. bis 21.). Wegen der hohen Nachfrage nach Zeltplätzen wird die Kapazität auf etwa 8.000 Plätze verdoppelt, sagt Wächter. "Das hängt aber auch vom Geländeplan ab." Und der ist noch nicht druckreif. Für die Zeltgäste wird es wieder eine Vorab-Party am Donnerstag geben. Und auch der Safaripark will sein Angebot für die Festival-Besucher erweitern.

An welchem Abend Seeed spielt, steht noch nicht fest. Mit drei Sängern (Peter Fox, Boundzound und Dellé), Saxophon und Posaune gewann die Kombo zu Beginn der 2000er Jahre viele Fans. 2002 erhielt sie zwei Echos als beste Nachwuchsband, zwei Jahre später auch in der Kategorie HipHop national. Mit dem Lied "Ding" siegte sie 2006 beim Bundesvision Song Contest. Erst fünf Jahre später zeigte sich die Band wieder auf Festivals und brachte im Herbst 2012 das vierte Studioalbum heraus, mit den aktuellen Singles "Beautiful" und "Augenbling".

Als zweite deutschsprachige Band ist Kettcar bestätigt. Sie hat ihr aktuelles viertes Studioalbum "Zwischen den Runden" im Gitarrenkoffer. Die mittlerweile fünf Musiker werden zum Indie-Rock und der zweiten Generation der Hamburger Schule gerechnet.

"Die härtesten Songs, die die Band jemals geschrieben hat", will die Waliser Emo-Hardcore-Band Funeral For A Friend präsentieren, schenkt man Schlagzeuger Ryan Richards Glauben. Zuhörer können sich auf Gitarrensound und Gesang freuen, der mal melodiös, mal als Geschrei durchs Mikrofon dringt.

Ganz anders die schwedische Band Hoffmaestro, die irgendwo zwischen den Genres Ska, Reaggae, Punk und Country wandelt. Rock aus Belgien bietet Triggerfinger. Einem breiten Publikum wurde das Trio bekannt durch die Cover-Version des Hits "I follow river" von Lykke Li. Insgesamt sollen wieder rund 50 Bands bei Festival spielen. "Wir haben noch einige in petto, die wir in Kürze bekannt geben", sagt Wächter.

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