Klaus Seichter, Heribert Faupel, die russischen Besucher Roman Pupa und Andre Pobol, die bei Günter Potthoff (mitte) zu Besuch sind, Siegfried Murke und Michael Bahners (v. l.) feiern die Eröffnung der Heimathäuser mit einem Geschenk, das altes Friseurmeisterhandwerk dokumentiert. - © FOTO: BESIM MAZHIQI
Klaus Seichter, Heribert Faupel, die russischen Besucher Roman Pupa und Andre Pobol, die bei Günter Potthoff (mitte) zu Besuch sind, Siegfried Murke und Michael Bahners (v. l.) feiern die Eröffnung der Heimathäuser mit einem Geschenk, das altes Friseurmeisterhandwerk dokumentiert. | © FOTO: BESIM MAZHIQI

SCHLOß HOLTE-STUKENBROCK Gut gestylt in die neue Saison

Am Pastorat wird zur Saisoneröffnung aufgeräumt und umgestellt

Schloß Holte-Stukenbrock. Hoch am Himmel sind Kraniche bei ihrer Heimkehr zu beobachten. Unten sprießen Schneeglöckchen aus dem Boden. "Die beste Zeit, um die Eröffnung der Heimathäuser zu feiern", sagt Klaus Seichter, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins (HVV). Das sehen auch andere so: Beide Häuser werden am Sonntagmorgen von einer Menge interessierter Besucher inspiziert.

Zu entdecken gibt es jede Menge. Das Kirchenzimmer im Obergeschoss des Heimathauses I wurde neu gestaltet, die Steinzeitvitrine hat ihren neuen Platz im Jagdzimmer des Heimathauses II gefunden "und auch sonst haben wir für viel mehr Ordnung gesorgt", erklärt Siegfried Murke (die NW berichtete).

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Jetzt geht’s los

Die Saisoneröffnung ist immer ein besonderer Termin für die Mitglieder des Heimat- und Verkehrsvereins. Nach dem Frühjahrsputz sind die Häuser am Pastorat bis Ende Oktober sonntags von 10.30 bis 12 Uhr geöffnet. Auf Wunsch sind Gruppenführungen an anderen Tagen mögloch. Termine können mit folgenden Mitgliedern vereinbart werden: Bernhard Händler (Tel. 30 59), Heribert Faupel (Tel. 41 27) und Peter Schlingmann (Tel. 22 64). Weitere Informationen bietet die Internetseite www.hvv-shs.de. -bm

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Heiner Mersch macht den Verantwortlichen ein besonderes Geschenk zur Eröffnung: Der Stukenbrocker, dessen Schwiegervater Friseurmeister war, hat eine Holztafel mit altem Friseurhandwerk und Perückenfertigungswerkzeugen zusammengestellt, die bis circa 1950 benutzt wurden. Ob Streichriemen, der zum Schärfen von Rasiermessern diente, Onduliereisen, mit denen Wellen im trockenem Haar geformt wurden, oder Wellenreitern, mit denen Wasserwellen im nassen Haar gelegt wurden - "das ist ein wirklich sehr schönes Geschenk", vermeldet Heribert Faupel mit Freude.

Auch in diesem Jahr sollen bis zum Saisonende im Oktober wieder Trauungen, Ausstellungen und Vereinssitzungen, allesamt die beliebtesten Termine, an den Heimathäusern stattfinden. "Wir wollen auch mehr Neubürger zu uns locken", erzählt Seichter. Momentan plane man, den Neubürgerempfang an die Häuser zu holen. Das sei wegen datenschutzrechtlicher Vorschriften allerdings schwierig, erklärt Seichter. "Wir lassen aber keine Gelegenheit aus, um auf uns aufmerksam zu machen."

Den Besuchern bleiben die vielen interessanten Einblicke sicherlich gut in Erinnerung. Vor allem der reich gedeckte Tisch mit deftigen Schnittchen und leckerem Kaffee, den wieder einmal die Frauen des HVV vorbereitet haben, ließ viele verweilen, um gemeinsam zu klönen und beim Ziehharmonikaspiel von Michael Bahners alte Zeiten Revue passieren zu lassen.

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