Wasserratten: Der Förderverein um Vorstandsmitglied Manfred Brock (Mitte) hat die neuen Schnorchel für die Neuntklässler angeschafft. Links neben ihm hat eine Schülerin zum Vergleich das alte System umgeschnallt. Es hat nur eine Atemröhre. ?Foto: Kristoffer Fillies - © Kristoffer Fillies
Wasserratten: Der Förderverein um Vorstandsmitglied Manfred Brock (Mitte) hat die neuen Schnorchel für die Neuntklässler angeschafft. Links neben ihm hat eine Schülerin zum Vergleich das alte System umgeschnallt. Es hat nur eine Atemröhre. ?Foto: Kristoffer Fillies | © Kristoffer Fillies

Schloß Holte-Stukenbrock Gymnasiasten können jetzt schnorcheln wie die Profis

Die Neuntklässler trainieren ab sofort mit acht neuen „Powerbreathern“, die vom Förderverein angeschafft wurden. Vorbereitung zum Rettungsschwimmer starten

Kristoffer Fillies

Schloß Holte-Stukenbrock. Die alten gelben und umständlichen Schnorchel haben ausgedient. Die Neuntklässler des Gymnasiums trainieren jetzt mit sechs neuen Atemgeräte ihre Schwimmfertigkeiten. Gemeinsam mit den Sportlehrern und Schwimmtrainern Björn Röll und Thorsten Beckmann üben sie die Technik des Kraulschwimmens – mit dem Ziel, die Rettungsschwimmer-Ausbildung in Bronze oder Silber der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) zu bestehen. Die neuen Schnorchel sind in den Farben Weiß und Blau und haben zwei Atemröhren, die links und rechts am Kopf entlang führen und über dem Schädel so miteinander befestigt sind, dass sie den Schülern während des Schwimmens nicht vom Kopf rutschen. Außerdem kommt frische Luft durch die beiden Röhren, während beim Ausatmen die Luft durch das Mundstück nach unten ins Wasser befördert wird. „Die Schnorchel werden eingesetzt, damit sich die Schüler beim Kraulschwimmen voll auf den Armzug und den Beischlag konzentrieren können", erklärt Lehrer Thorsten Beckmann. „Ein wichtiger Aspekt ist zusätzlich das ausdauernde Schwimmen." Besonders da sei die korrekte Wasserlage wichtig, um auf langen Distanzen ermüdungsfrei schwimmen zu können. Kraulschwimmen geht zwar auch ohne Schnorchel. „Gerade im frühen Stadium des Trainings ist das richtige Atmen, also mit zur Seite gedrehtem, im Wasser verbleibenden Kopf, nur für die wenigsten Schüler zu schaffen", erklärt Thorsten Beckmann. Mit dem neuen System könnten sich die Neuntklässler nun voll auf die Technik konzentrieren, nahe an der Oberfläche zu schwimmen und die Arme und Beine richtig zu bewegen. »Die Kinder sollen die Angst vor dem Wasser verlieren« „Bei unseren alten Schnorcheln gab es nur ein Rohr", erklärt Lehrer Beckmann. „Das war in der Mitte des Gesichts und genau vor der Nase. Ziemlich unpassend und störend. Die neuen Schnorchel sind ein professionelleres System." Der Förderverein des Gymnasiums hat das neue Schnorchelsystem finanziert. Etwa 500 Euro habe es gekostet, sagt Sabine Fürst-Wiebusch, 1. Fördervereinsvorsitzende. Für das Geld gab es sechs der neuen Schnorchel mit dem Namen „Powerbreather" der Firma Ameo und 20 zusätzliche Mundstücke. Lehrer Thorsten Beckmann stellt seinen privaten Schnorchel derselben Marke für das Training zur Verfügung, außerdem gab es ein System von der Firma geschenkt. „Da die Schüler partnerschaftlich wechseln, zum Beispiel bei der gegenseitigen Lagenkorrektur oder nach zehn Bahnen, sind alle versorgt, die durch einen Schnorchel unterstützt werden müssen", erklärt Beckmann. Fördervereinsvorsitzende Fürst-Wiebusch sieht neben dem Leistungsaspekt noch weitere Gründe für das neue System. „Die Kinder sollen damit die Angst vor dem Wassern verlieren und Spaß am Schwimmen bekommen." Die Neuntklässler trainieren jetzt für das Rettungsschwimmer-Abzeichen in Bronze oder Silber. Das nimmt ihnen dann Lehrer Björn Röll ab, der selbst DLRG-Mitglied ist.

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