Die Damen vom Dreigestirn, Melanie Müller (v. l.), Astrid Kobusch und Gaby Hoffmann, werfen die Leckereien schon in die Menge. - © Patrick Herrmann
Die Damen vom Dreigestirn, Melanie Müller (v. l.), Astrid Kobusch und Gaby Hoffmann, werfen die Leckereien schon in die Menge. | © Patrick Herrmann

Schloß Holte-Stukenbrock Schloß Holte-Stukenbrocker eröffnen die Karnevalssession mit zwei Feiern

Auftakt: Die Damen vom Dreigestirn starten pünktlich am 11.11. um 11.11 Uhr in die jecke Jahreszeit. Der Stukenbrocker Karnevalsverein legt einen Tag später nach mit einem Fest für die ganze Familie

Patrick Herrmann

Schloß Holte-Stukenbrock. Bis ins vergangene Jahr war das immer ganz einfach: Am 11. November um 19.11 Uhr wurde die Karnevalssaison in Stukenbrock eröffnet. Das war immer so. Das Dreigestirn - früher auch das Fünfgestirn - der Weiber feierte mit dem Stukenbrocker Karnevalsverein (SKV) im Gasthof zur Post. Dieses Jahr war es anders. Niemand feierte im Gasthof zur Post, denn der Saal war belegt. Der SKV wollte ein Fest für die ganze Familie veranstalten. Das Dreigestirn wollte, wenn der 11.11. schon mal auf einen Samstag fällt, auch dann feiern. Also gab es zwei Veranstaltungen. Ein Konzept, das gemischte Gefühle auslöste. Beim SKV, der am Sonntag in der Aula der Realschule/Gesamtschule feierte, ist man zufrieden. "Das hat geklappt", sagt Oliver Sandbote. Auch wenn zum Beginn des Familienfestes am Sonntag der Festsaal noch nicht ganz gefüllt war. Stuki hat sich beim Maskottchenlehrgang weitergebildet Am Tag zuvor hatte das Dreigestirn, Melanie Müller, Astrid Kobusch und Gaby Hoffmann, zum Karnevalsauftakt geladen. Pünktlich um 11.11 Uhr in der Tordeele war es soweit. Die Party mit "Brings" und "Höhner" konnte steigen. Das Sessionsmotto lautet in diesem Jahr: "Ob Muscheln, Fische oder Korallen, in Stukenbrock lassen die Weiber wieder die Korken knallen". "Wir wollten einen schönen Rahmen haben", sagte Astrid Kobusch. Das wäre am Sonntag nicht möglich gewesen. Das neue, alte Mitglied im Dreigestirn, Gaby Hoffmann, war privat verhindert. Die drei wollten jedoch nur gemeinsam auftreten. Daher musste am 11.11. gefeiert werden. Gaby Hoffmann war schon einmal verantwortlich für den Weiberkarneval, damals noch im Fünfgestirn. Die Lösung mit den getrennten Feiern stieß beim Dreigestirn auf weniger Verständnis. Es "wäre schön gewesen", gemeinsam mit dem SKV zu feiern, sagte Gaby Hoffmann. "Ich hoffe, dass wir das weiter gemeinsam machen", sagte sie mit Blick auf die kommenden Jahre. Immerhin waren beide Vereine auch auf der Veranstaltung des jeweils anderen Vereins mit einer Delegation vertreten. Oliver Sandbote, zweiter Vorsitzender des SKV, kann noch nicht sagen, wie der SKV den Karnevalsauftakt im kommenden Jahr plant. Es "könnte so rauskommen", dass auch im nächsten Jahr die Familienfeier getrennt vom Dreigestirn stattfindet. "Die Unterstützung ist ja da." Im Verlauf des Tages wurde es voller in der Aula. Das lag auch am Bühnenprogramm. Erst trat die Tanzgarde des SKV auf, dann kam Stuki, das Karnevalsmaskottchen aus Stukenbrock. Das lockte Besucher an. Stuki hatte am Tag zuvor beim Dreigestirn noch gefehlt. Stuki war mit seiner Maskottchenpartnerin Manuela Brockschniedermann auf einem "Maskottchenlehrgang", so lautete die Erklärung. Doch er hatte eine Videobotschaft aufgenommen und eröffnete so die Karnevalssession in Stukenbrock. Vertreten wurde er von der Tanzgruppe "Let's Fetz". Proklamiert wurde am Sonntag beim SKV das Kinderprinzenpaar. Das sind in diesem Jahr Ella Nicole Watson und Logan Dierich, sieben und acht Jahre alt. Beide kommen von der Katholischen Grundschule in Stukenbrock. Sie übernehmen das Zepter von Jenna Zoe Brechmann und Hermann Niendorf. Die beiden sind noch unerfahren im Rampenlicht, große Karnevalsfans sind sie aber allemal. Außerdem haben sie eine süße Geschichte zu erzählen. Ganz klassisch hat Logan um die Hand von Ella Nicole als seine Prinzessin gebeten. Sie musste nur noch "Ja" sagen. Karneval kann jetzt richtig losgehen: Logan freut sich schon "auf das Süßigkeitenwerfen".

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