Björn Laffontien besucht den Pollhans zum ersten Mal als Schausteller. Mit einer Bühne im Wäldchen und viel Programm lockt er die Kirmesgäste. - © Jan Ahlers
Björn Laffontien besucht den Pollhans zum ersten Mal als Schausteller. Mit einer Bühne im Wäldchen und viel Programm lockt er die Kirmesgäste. | © Jan Ahlers

Schloß Holte-Stukenbrock Auf Pollhans geht bald auch im Wäldchen die Post ab

Pollhans: Auf der neu geschaffenen Waldfläche nahe der Dechant-Brill-Straße errichtet Björn Laffontien ein Partydorf. Dort kann gespeist, getrunken und getanzt werden.

Jan Ahlers

Schloß Holte-Stukenbrock. Björn Laffontien blickt sich prüfend um. Wie viele Leute passen wohl in das Pollhans-Wäldchen? "600 bis 800 dürften es sein", sagt der Schausteller. Laffontien befindet sich mitten im Aufbau eines kleinen Partydorfes mit Konzertbühne. Mit der Eröffnung des 363. Pollhansmarktes soll zwischen Eichen und Buchen "die Post abgehen". Den prestigeträchtigen Fassanstich durch Bürgermeister Hubert Erichlandwehr am Samstagnachmittag hat sich Laffontien im Voraus bereits sichern können, er wird im Wäldchen stattfinden. Das ist umso bemerkenswerter, als dass der Beschicker sein Debüt auf dem Pollhans feiern wird. Laffontien zählt auf: "Wir sind in Vechta, Blasheim, Blomberg und sogar auf dem Paderborner Libori gewesen, aber noch nicht in Schloß Holte-Stukenbrock." "In guten Gesprächen mit der Stadt" Im Hintergrund wurde natürlich schon über längere Zeit am Engagement des Herforders geschraubt. "Wir befinden uns seit Jahren in guten Gesprächen mit der Stadt", sagt Laffontien, "und haben in dieser Zeit Vertrauen aufgebaut." Auch daher hat sich die Stadt entschieden, dass Laffontien das heiße Rennen um den neu zur Verfügung stehenden Platz auf dem Pollhansmarkt macht. Auf engem Raum installiert der aus einer Schaustellerfamilie stammende Veranstalter nicht nur die große Konzertbühne und Theken, sondern auch mobile Toilettenanlagen. Das Restaurant Casa Nostra versorgt Besucher mit italienischer Kost. Auch werden kleine Zelte aufgebaut. "Damit keiner nass wird, wenn es regnet", sagt Laffontien, der die guten Wetterprognosen aber bereits wahrgenommen hat. "Sollte es tatsächlich so kommen, wäre das ein absoluter Traumeinstand", sagt der Beschicker. Aufgebaut wird seit dem vergangenen Freitag. "Wir sind direkt von der Citykirmes in Herford rübergekommen", berichtet Laffontien, der weiß, dass ihm auf Pollhans durch vier große Festzelte ein harter Wettbewerb beschert wird. Er nimmt es locker: "Konkurrenz belebt das Geschäft. Das gilt auch für Jahrmärkte." Wichtig bleibe der freundschaftliche Umgang unter Betreibern. Laffontien zielt auf das Durchgangspublikum, hat an jedem Abend Bands von Soul über Pop bis hin zu Rock auf die Bühne geladen. Seine Prämisse: "Wir müssen Erfahrungswerte sammeln. Aber die Vorfreude ist riesig."

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