Ruheplatz: Die St.-Achatius-Kirche ist nach Liemke und Sende das dritte Gotteshaus, das eine Schönheitskur bekommt. Derzeit und voraussichtlich noch bis zum September wird innen gearbeitet. - © Karin Prignitz
Ruheplatz: Die St.-Achatius-Kirche ist nach Liemke und Sende das dritte Gotteshaus, das eine Schönheitskur bekommt. Derzeit und voraussichtlich noch bis zum September wird innen gearbeitet. | © Karin Prignitz

Schloß Holte-Stukenbrock St.-Achatius-Kirche wird mit Verspätung fertig

Sanierung: Derzeit werden die Holzdielen für die Kirchenbänke versiegelt. Die Bänke selbst bekommen eine neue Polsterung

Karin Prignitz

Schloß?Holte-Stukenbrock. Willi und Viktor Raabe knien auf dem Boden der St.-Achatius-Kirche in Stukenbrock-Senne. Jede einzelne Stelle, an der die hellen Holzdielen mit Schrauben befestigt worden sind, gleichen die Fachmänner einer Bielefelder Parkettfirma mit spezieller Spachtelmasse aus. Vorarbeitungen, die wichtig sind, und schon kurz danach wird es laut. Mit speziellem Gerät werden die fünf unterschiedlich großen Flächen auf dem Steinboden des Gotteshauses, dort, wo später wieder die Bänke stehen sollen, abgeschliffen und dann versiegelt. „Dreimal müssen sie gestrichen werden“, erläutert Willi Franz. „In dieser Zeit darf niemand hinein.“ Kirchgängern steht das Gotteshaus, dessen erster Teil im Jahr 1895 erbaut worden war und das 1930 erweitert worden ist, wegen der Renovierungsarbeiten im Innenraum bereits seit Jahresbeginn vorübergehend nicht zur Verfügung. „Bis zur Fertigstellung finden die Messen im Jugendheim nebenan statt“, bestätigt der Pfarrgemeinderats-Vorsitzende. „Oder die Menschen fahren in eine der anderen Kirchen.“ Ursprünglich hatten die Bauarbeiten für die Innensanierung der St.-Achatius-Kirche von Januar bis Juli dauern sollen. Ein bisschen länger hat es sich nun hingezogen. Auch, weil die Gerüste erst im Frühjahr aufgebaut worden seien, Maler, Klempner und Elektriker erst dann losgelegt hätten. „Wir hoffen aber“, sagt Willi Franz, „dass Mitte September alles fertig ist.“ Vor allem die Maler hatten alle Hände voll zu tun. „Sie waren am längsten hier.“ Die ganze Kirche sei von oben bis unten gestrichen worden, erzählt Willi Franz vom schrittweisen Verschwinden des Graus an den Wänden. Mittlerweile leuchtet alles, wie von vielen Gläubigen gewünscht, freundlich und hell. „Da sieht man schon einen deutlichen Unterschied.“ Der wird gleich im Eingangsbereich beim Blick gen Decke deutlich. „Die Kirchenbemalung ist gereinigt worden“, bestätigt Franz. Sie komme jetzt wieder viel mehr zur Geltung. Auch die Bleiglasfenster strahlen vor Sauberkeit. Wohl Ende Juli werden die Elektriker die Lampen im Gotteshaus aufhängen. Längliche neue LED-Lampen werden es sein. Sämtliche Elektroleitungen sind bereits erneuert worden.„Da sieht man schon einen deutlichen Unterschied“ Die elektronische Steuerung sei zum Teil schon fertig, sagt der Pfarrgemeinderats-Vorsitzende. „Da fehlen nur noch Kleinigkeiten.“ Die zuvor eingelagerten Kirchenbänke sind von Tischlern bearbeitet worden und bekommen eine neue Polsterung. Bevor sie wieder an ihrem Platz stehen „wird die ganze Kirche noch einmal gesäubert“, kündigt Willi Franz an. Ganz zum Schluss werden die Lautsprecher installiert, „damit sie nicht mehr zustauben“. Ganz am Anfang der Renovierung hatte das Ausräumen gestanden. Inklusive der obersten Stufe, auf der der Altar bislang gestanden hatte. Sie wird es künftig nicht mehr geben. „Das war nicht mehr zeitgemäß“, erläutert Willi Franz den Grund für die Umgestaltung. Nicht zuletzt hätten Sicherheitsgründe dabei eine gewichtige Rolle gespielt. Bei der vorherigen Lösung habe man sich schnell „vertreten“ können. Das Entfernen der Stufe sei deshalb Vorschrift gewesen. Geblieben sind die drei Stufen zum Altar hinauf. Während der Arbeiten war der Altar aus massivem Marmor auseinandergebaut und zur Seite gerückt worden. „Er steht aber schon wieder auf dem richtigen Fleck“, sagt Franz. „Die Platte darunter ist erneuert worden.“ Im hinteren Bereich der Kirche wird es künftig einen beschränkte Zugang geben. Das hatte das Bistum Paderborn entschieden. Wie auch in Sende und Liemke kommt ein Gitter vor die Tür. Bestellt sei es bereits, aber noch nicht geliefert worden. Willi Franz sieht es gelassen: „Alles dauert seine Zeit.“ Voraussichtlich Ende des Jahres werde das Gitterelement wohl eintreffen.

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